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Schipkau: Höhenwindturm bekommt Rotorblätter

In Schipkau sind am 25. September 2026 die Rotorblätter am GICON-Höhenwindturm montiert worden. Der Schritt gilt als Meilenstein für das Rekordprojekt mit geplanter Gesamthöhe von rund 365 Metern.

Am 25. September 2026 sind in Schipkau im Landkreis Oberspreewald-Lausitz die Rotorblätter am GICON–Höhenwindturm montiert worden. Projektverantwortliche sprechen von einem wichtigen Meilenstein: Nach der Blattmontage wird der im Inneren sitzende, bewegliche Innenturm in einem eigenen Hubvorgang auf die geplante Endhöhe ausgefahren. Erst danach folgen technische Abnahmen und Testläufe der Turbine.

Der in der Lausitz entstehende Prototyp setzt auf ein neuartiges Konstruktionsprinzip. Zunächst wurde ein starrer Gittermast errichtet. In seinem Inneren befindet sich der ausfahrbare Innenturm, an dem die Turbine samt Rotor in gut erreichbarer Arbeitshöhe vormontiert werden konnte. Dieses Verfahren soll die Montage vereinfachen und Wartungsarbeiten sicherer gestalten. Nach Abschluss der nun laufenden Arbeiten strebt das Projekt eine Gesamthöhe von etwa 365 Metern an, womit es nach bisherigem Kenntnisstand die größte Onshore-Windkraftanlage der Welt wäre.

Getragen wird das Vorhaben von der Ingenieurgruppe GICON. Das Unternehmen verweist auf den technischen Zweck des Höhenwindturms: In größerer Höhe sind Windgeschwindigkeiten im Mittel höher und gleichmäßiger, was die Energieausbeute erhöhen und Lastwechsel reduzieren kann. Zugleich bleiben wesentliche Fragen offen, die erst im Test- und Probetrieb belastbar beantwortet werden können. Dazu zählen die tatsächliche Jahresstromproduktion, die Dauerhaltbarkeit zentraler Komponenten sowie die wirtschaftlichen Betriebskosten.

In der Region werden Chancen und Bedenken gegeneinander abgewogen. Befürworter verweisen auf mögliche Innovationsimpulse für die Lausitz, zusätzliche Wertschöpfung und die Perspektive, mit modernen Anlagen den Strukturwandel zu stützen. Kritiker thematisieren Sichtachsen, Naturschutz, die Material- und Bauaufwände sowie die Einbindung in das Stromnetz. Für die Netzeinspeisung sind ein gesicherter Netzanschluss, regulatorische Freigaben und erfolgreiche Abnahmen erforderlich.

Mit der Rotorblattmontage hat das Projekt einen markanten Fortschritt erzielt. Der weitere Zeitplan hängt von Witterung, Prüfroutinen und Genehmigungen ab. Erst wenn der Innenturm vollständig ausgefahren ist und die Anlagenprüfungen abgeschlossen sind, kann der Probebetrieb beginnen. Ob und wann die Turbine regulär einspeist, wird von den Verantwortlichen nach Abschluss der Testphase kommuniziert werden.

Das Vorhaben steht damit exemplarisch für die Suche nach leistungsfähigen Konzepten in der Windenergie. In Schipkau lässt sich beobachten, ob der Höhenwindturm die Erwartungen an Ertrag, Betriebssicherheit und Wartungsfreundlichkeit im realen Einsatz einlösen kann.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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