Kurzmeldung
Die Schleifähre Missunde 3 ist nach Abschluss von Reparaturarbeiten unter Wasser wieder im regulären Fährdienst. Nach Angaben des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig‑Holstein (LKN) wurden die Arbeiten am Donnerstag, 15. Oktober 2026, beendet; die Fähre nahm den Dienst am Freitagmittag, 16. Oktober 2026, wieder auf. Tauchkräfte hatten notwendige Ersatzteile eingebracht und eine gerissene Antriebskette am südlichen Landkeil ausgetauscht.
Die Verbindung über die Schlei zwischen Brodersby (Kreis Schleswig‑Flensburg) und Missunde (Kreis Rendsburg‑Eckernförde) war in der vergangenen Woche erneut unterbrochen gewesen. Es handelte sich nicht um einen Einzelfall: Die Missunde 3 war seit ihrer Indienststellung mehrfach von technischen Störungen betroffen, zuletzt auch wegen eines Motorschadens. Der LKN führt nun Prüfungen durch, bevor der Fährbetrieb ohne Einschränkungen empfohlen wird.
Für Berufspendlerinnen und Pendler, Tourist:innen sowie gewerbliche Nutzerinnen und Nutzer der Strecke sind wiederholte Ausfälle eine Belastung. Kommunale Vertreter und der Pächter der Fährstelle hatten wiederholt eine Rückkehr zur bewährten Dieselfähre Missunde II oder den Bau eines neuen Schiffes als dauerhafte Lösung gefordert. Das schleswig‑holsteinische Wirtschafts‑ und Verkehrsministerium prüft nach eigenen Angaben weiterhin alternative Lösungen und rechtliche Optionen gegenüber Lieferanten und Planern.
Sicherheitsrelevante Maßnahmen hatten Vorrang: Vor Wiederaufnahme des Dienstes wurden die betroffenen Bauteile kontrolliert und, soweit nötig, erneuert; der Einsatz von Tauchern diente insbesondere der Montage unter Wasser liegender Komponenten. Konkrete Angaben zu Reparaturkosten oder einem Zeitplan für eine dauerhafte technische Lösung nannten LKN und Ministerium in den aktuellen Mitteilungen nicht.
Die Zuständigkeit für Betrieb und Instandhaltung der Fährstelle liegt beim LKN; politische Entscheidungen über Ersatzlösungen trifft das Verkehrsministerium. Sollte die Missunde 3 in den kommenden Wochen erneut ausfallen, dürften Prüfungen und Planungen für eine dauerhafte Lösung beschleunigt werden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).