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Schockanruf in Minfeld: Polizei sucht Zeugen nach Betrug über 90.000 Euro

Nach einem Schockanruf-Betrug in Minfeld mit knapp 90.000 Euro Schaden bittet die Kriminalpolizei Ludwigshafen um Hinweise.

Die Polizei fahndet nach einem Schockanruf-Betrug in Minfeld (Landkreis Germersheim) und sucht Zeugen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz wurde eine Rentnerin am Freitag, 9. Oktober 2026, von Unbekannten telefonisch getäuscht. Ein Anrufer gab sich als Arzt eines Karlsruher Krankenhauses aus und behauptete, der Sohn der Frau habe nach einem Verkehrsunfall eine Person tödlich verletzt. Um eine angebliche Inhaftierung abzuwenden, forderten die Täter eine hohe Kaution.

Den Ermittlungen zufolge übergab die Frau gegen 21.30 Uhr an ihrem Hoftor zunächst rund 67.000 Euro in bar an einen unbekannten Abholer. Etwa eine Stunde später folgte auf erneute Aufforderung die Übergabe weiterer 19.000 Euro sowie dreier Goldketten im geschätzten Wert von etwa 3.000 Euro. Der Gesamtschaden beläuft sich damit auf knapp 90.000 Euro. Die Polizei betont, sie lasse weder Bargeld noch Wertsachen von Zivilpersonen abholen und fordere keine Kautionen per Telefon ein.

Die Kriminalpolizei Ludwigshafen ordnet den Fall einer bekannten Betrugsserie zu, bei der Varianten des sogenannten Enkeltricks mit der Legende falscher Amtsträger oder falscher Ärzte kombiniert werden. Typisch sind hoher emotionaler Druck, angebliche Notlagen und kurzfristige Geldforderungen. Präventionshinweise der Landespolizeien raten, bei derartigen Anrufen aufzulegen, eigenständig Angehörige zu kontaktieren, nur über bekannte Rufnummern zurückzurufen und im Zweifel den Notruf 110 zu wählen. Wertsachen sollten niemals an Unbekannte übergeben werden.

Für die weiteren Ermittlungen bitten die Behörden um Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen, die am Abend des 9. Oktober 2026 im Bereich der Hauptstraße zwischen Saarstraße und Lettenberghof in Minfeld aufgefallen sind. Beobachtungen können der zuständigen Dienststelle des Polizeipräsidiums Rheinpfalz gemeldet werden. Betroffene erhalten Unterstützung über den polizeilichen Opferschutz.

Nach Einschätzung der Ermittler agieren die Täter häufig in arbeitsteiligen Netzwerken, die Anrufe und Abholungen koordinieren. In mehreren Bundesländern werden seit Monaten vermehrt Schockanrufe mit hohen Schadenssummen registriert. Für den Fall in Minfeld liegen bislang keine konkreten Spurenergebnisse vor; die Ermittlungen dauern an.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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