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Schornsteinfeger bieten in Hannover Solarchecks und Energieberatung an

Ein NDR-Beitrag zeigt einen Betrieb aus Hannover, der Photovoltaik-Prüfungen, Modulreinigung und Beratung zum Heizungstausch ins Portfolio aufnimmt – zusätzlich zu Feuerstättenschau und Kehrarbeiten.

Der NDR hat am 14. Oktober 2026 in Hallo Niedersachsen einen Schornsteinfegerbetrieb aus Hannover vorgestellt, der sein Angebot um Dienstleistungen rund um Photovoltaik und Heizungstausch erweitert. Neben der klassischen Feuerstättenschau und Kehrarbeiten bietet der Betrieb nun Solarchecks, die Reinigung von Modulen und Erstberatungen zu Förderwegen an. Der Beitrag ordnet diesen Schritt als Reaktion auf wachsende Nachfrage nach erneuerbaren Energien und veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen ein.

Das Schornsteinfegerhandwerk bleibt für hoheitliche Aufgaben zuständig: Die Feuerstättenschau, regelmäßige Mess- und Kehrarbeiten sowie Einträge ins Kehrbuch sind weiterhin Pflicht. Bei Änderungen an Abgasanlagen ist die Abnahme durch den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger erforderlich. Daran ändert auch die stärkere Verbreitung von Dach-PV nichts. Neu ist, dass manche Betriebe zusätzliche Qualifikationen in Photovoltaik erwerben und Schnittstellenarbeit übernehmen – etwa die Prüfung von Zugangswegen auf dem Dach, die Beachtung von Abständen zwischen Schornsteinen und PV-Feldern oder die Koordination mit Installationsfirmen.

Hintergrund sind politische Vorgaben und Förderprogramme. Das Gebäudeenergiegesetz sieht seit 2024 schrittweise höhere Anteile erneuerbarer Energien bei neuen Heizungen vor. Informationsmaterial des Bundeswirtschaftsministeriums erläutert die 65-Prozent-Anforderung und Übergangsregeln. Kommunen wie Hannover flankieren dies mit Beratungsangeboten und Solarinitiativen. In diesem Umfeld können Schornsteinfegerbetriebe, die ohnehin regelmäßig Gebäude begehen, als niedrigschwellige Ansprechpartner fungieren – vom ersten Eignungscheck über Hinweise zu Förderwegen bis zur Begleitung von Umbauten an Abgasanlagen.

Praktisch bedeutet das für Betriebe Fortbildungen in PV-Technik, Abstimmungen zu Versicherungs- und Haftungsfragen bei Arbeiten auf dem Dach und klare Absprachen mit dem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger. Für Hauseigentümer kann die Bündelung von Diensten Wege verkürzen: Ein Betrieb kennt den Zustand von Heizungen, Dachflächen und Abgaswegen und kann so früh beurteilen, wann ein Heizungstausch oder eine PV-Nachrüstung sinnvoll ist. Zugleich bleibt die Trennung von Zuständigkeiten wichtig: Hoheitliche Entscheidungen trifft der Bezirksschornsteinfeger, wirtschaftliche Leistungen erbringen die Betriebe im Wettbewerb.

Der NDR-Beitrag aus Hannover steht damit beispielhaft für einen Strukturwandel im Schornsteinfegerhandwerk: Neben Kehr- und Messpflichten entsteht ein Markt für Photovoltaik-nahe Dienste und Energieberatung. Wie schnell sich dieser ausweitet, hängt von verfügbarer Qualifikation, lokalen Programmen und der weiteren Umsetzung des Gebäudeenergiegesetzes ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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