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Schröder feiert in Moskau mit Putin Geburtstag – scharfe Kritik in Berlin

Gerhard Schröder hat laut Kreml am 7. Oktober 2026 Putins Geburtstag in Moskau mitgefeiert. Aus Berlin kommt parteiübergreifend deutliche Kritik, Bundeskanzler Friedrich Merz nennt den Besuch unmoralisch.

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat nach Angaben der russischen Präsidialverwaltung am 7. Oktober 2026 den Geburtstag von Wladimir Putin in Moskau mitgefeiert. Der Kreml veröffentlichte Fotos, die beide in einem privaten Rahmen zeigen, und sprach von einem Treffen auf Einladung des russischen Präsidenten. Russische Agenturen verbreiteten die Darstellung.

In Deutschland stieß die Teilnahme auf parteiübergreifende Kritik. Vertreter von CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP bewerteten Schröders Auftritt als politisch verfehlt. Bundeskanzler Friedrich Merz nannte den Besuch unmoralisch. Die Bundesregierung betonte, private Kontakte des Altkanzlers änderten nichts an der deutschen Haltung gegenüber der russischen Führung und den seit 2022 verhängten Sanktionen. Hinweise auf dienstliche Abstimmungen der Bundesregierung zu dem Vorgang liegen nicht vor.

Deutsche Medien berichteten über die Veröffentlichung der Kreml-Fotos und dokumentierten die darauf folgenden Reaktionen in Berlin. Der Anlass ist Putins Geburtstag am 7. Oktober; der Ort des Treffens wird vom Kreml mit Moskau angegeben. Unabhängige Bestätigungen über den genauen Ablauf des Abends über die von der russischen Präsidialverwaltung verbreiteten Angaben hinaus liegen nicht vor.

Schröder steht wegen seiner langjährigen Nähe zu Russland seit Jahren in der Kritik. Nach dem Ende seiner Amtszeit übernahm er Funktionen mit Bezug zu russischen Energieunternehmen, darunter Ämter rund um Nord Stream. Die neuerliche Debatte entfacht sich vor dem Hintergrund des seit 2022 andauernden Kriegs in der Ukraine und der massiv belasteten Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Befürworter einer strikten Linie gegenüber Moskau sehen in dem öffentlichen Bild mit Putin ein problematisches politisches Signal.

Rechtliche Konsequenzen sind nach derzeitigem Stand nicht ersichtlich. Nach den vorliegenden Berichten haben deutsche Behörden in diesem Zusammenhang weder Sanktionen gegen Schröder angekündigt noch formale Schritte eingeleitet. Politisch dürfte der Vorgang allerdings nachwirken: Für die SPD ist die Personalie Schröder seit Langem sensibel, für die Opposition dient sie als Beleg für eine aus ihrer Sicht unzureichende Abgrenzung von Moskau in früheren Jahren. Welche Folgen der Abend in Moskau für Schröders verbliebene innerparteiliche Netzwerke oder für seine öffentliche Rolle in Deutschland hat, ist offen.

Der Informationsstand beruht im Kern auf der Mitteilung des Kremls sowie auf übereinstimmenden Berichten großer deutscher und internationaler Redaktionen. Weitere belastbare Details zu Teilnehmerkreis, Gesprächsinhalten oder Dauer des Treffens wurden bislang nicht bekannt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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