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Schüler protestieren in Berlin und Brandenburg gegen Wehrpflicht

Am 25. September 2026 haben Schülerinnen und Schüler in Berlin und Brandenburg unter dem Motto „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ demonstriert.

Am 25. September 2026 haben in Berlin und mehreren Städten Brandenburgs zahlreiche Schülerinnen und Schüler gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht demonstriert. Die Aktionen standen unter dem Motto „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ und wurden als Versammlungen bei der Versammlungsbehörde Berlin angezeigt. Nach Angaben der Organisatoren richteten sich die Kundgebungen gegen verpflichtende Musterungen und gegen ein staatlich vorgeschriebenes Dienstjahr.

In Berlin-Kreuzberg sowie an weiteren Standorten in der Hauptstadt und in Brandenburg – darunter Potsdam und Cottbus – versammelten sich Teilnehmende zu kurzen Protestzügen und Kundgebungen. Plakate und Redebeiträge betonten die Ablehnung einer Pflicht zum Wehrdienst und forderten mehr Mitsprache junger Menschen in sicherheits- und gesellschaftspolitischen Fragen. Die Veranstaltungen reihten sich in eine Serie ähnlicher Schülerproteste ein, die seit Ende 2025 in der Region wiederholt stattgefunden haben.

Behördlich angemeldete Routen und Zeiten lagen den zuständigen Stellen vor; die Versammlungsbehörde Berlin führte mehrere Einträge zum Thema. Hinweise auf größere Störungen lagen zunächst nicht vor. Organisatoren erklärten, der aktuelle Anlass sei die bundesweite Debatte über neue Regelungen des Wehrdienstes, die seit 2025 an Fahrt gewonnen habe. Konkrete Beschlüsse auf Bundesebene zur Wiedereinführung der Wehrpflicht lagen am 25. September 2026 nicht vor.

Schulen und Verbände reagierten unterschiedlich. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft betonte das Recht auf politische Meinungsäußerung und rief dazu auf, Schülerinnen und Schülern Raum für gesellschaftliches Engagement zu geben. Einige Schulleitungen machten hingegen deutlich, dass die Schulpflicht fortbesteht und Fehlzeiten ohne Absprache als unentschuldigt gelten können. In rechtlichen Bewertungen wird darauf hingewiesen, dass die Versammlungsfreiheit ein hohes Gut ist, im Schulalltag jedoch mit der Schulpflicht abgewogen wird. Zuständigkeiten und mögliche Sanktionen liegen bei den Ländern.

Der Protesttag in Berlin und Brandenburg verdeutlicht die Spannbreite der Positionen in der laufenden Debatte: Während Unterstützerinnen und Unterstützer eines verpflichtenden Dienstes mit Verteidigungsfähigkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt argumentieren, lehnen die beteiligten Schülerinnen und Schüler eine staatliche Verpflichtung ab und verweisen auf Selbstbestimmung sowie alternative Formen freiwilligen Engagements. Wie groß der Einfluss der Schulstreiks auf politische Entscheidungen sein wird, ist offen; fest steht, dass die Aktionen die Diskussion über mögliche Wehrdienstregelungen weiter befeuern.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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