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Schülerinnen und Schüler streiken bundesweit gegen Wehrpflicht und Aufrüstung

Am 25. September haben in vielen deutschen Städten Schülerinnen und Schüler gegen geplante Wehrdienstregeln und steigende Rüstungsausgaben demonstriert. Laut öffentlich-rechtlichen Sendern blieben die Kundgebungen überwiegend friedlich.

Am 25. September 2026 haben in zahlreichen deutschen Städten Schülerinnen und Schüler den Unterricht verlassen und gegen Wehrpflicht und Aufrüstung demonstriert. Zu dem Aktionstag hatte das Bündnis Schulstreik gegen Wehrpflicht aufgerufen. Öffentlich-rechtliche Sender berichteten über Aktionen in vielen Regionen; lokale Meldungen nannten in einzelnen Fällen mehrere Hundert Teilnehmende, etwa in Rostock. In manchen Städten blieben die Zahlen hinter Erwartungen zurück, so der Westdeutsche Rundfunk aus Bielefeld.

In Redebeiträgen kritisierten Teilnehmende Pläne für eine Neuausrichtung des Wehrdienstes, darunter verpflichtende Musterungen, die seit Monaten in der Bundespolitik diskutiert werden. Auch die aus Sicht der Organisatoren prioritär steigenden Rüstungsausgaben standen im Fokus. Gefordert wurden mehr Mittel für Bildung und soziale Infrastruktur. An einigen Orten monierten Redner zudem eine zu starke Präsenz der Bundeswehr an Schulen.

Nach Angaben der Polizei verliefen die meisten Versammlungen störungsfrei. Vereinzelt kam es zu Verkehrsbeeinträchtigungen durch Aufzüge. Schulverwaltungen erinnerten daran, dass die Teilnahme an politischen Demonstrationen während der Unterrichtszeit schulrechtlich unterschiedlich geregelt ist; örtlich gab es Berichte über Auseinandersetzungen zwischen Schulleitungen und streikenden Jugendlichen.

Die Bundesregierung verweist in der sicherheitspolitischen Debatte auf gestiegene Bedrohungslagen und die Notwendigkeit einer verlässlichen Personalbasis für die Landes- und Bündnisverteidigung. Vertreterinnen und Vertreter der Regierungsparteien betonen, dass konkrete Ausgestaltungen des Wehrdienstes im parlamentarischen Verfahren zu beraten seien. Kritiker sehen darin eine schleichende Militarisierung und lehnen verpflichtende Musterungen grundsätzlich ab.

Die Spannbreite der Beteiligung spiegelt die kontroverse Lage: Das Bündnis Schulstreik gegen Wehrpflicht hatte im Vorfeld von Aktionen in über 100 Orten gesprochen. Berichte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, darunter NDR, SWR und Tagesschau, dokumentierten Proteste in zahlreichen Städten, wobei örtliche Resonanz und Dynamik deutlich variierten. Beispielhaft meldete der NDR aus Mecklenburg-Vorpommern Hunderte Beteiligte in Rostock, während der WDR in Bielefeld von weniger Teilnehmenden als erwartet sprach.

Mit dem Streik erhielt die Diskussion über Wehrdienst, Verteidigungsfinanzierung und politische Teilhabe junger Menschen neue Aufmerksamkeit. Organisierende Gruppen kündigten an, den Austausch mit Schulen und Kommunen fortzusetzen und weitere Aktionen zu prüfen. Ob und in welcher Form die Proteste die parlamentarischen Beratungen zum Wehrdienst beeinflussen, ist offen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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