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Schulstart im Südwesten: Lehrermangel in Baden‑Württemberg, Ganztag in Rheinland‑Pfalz

Zum Schuljahresbeginn am 14. September 2026 meldet SWR Aktuell: In Baden‑Württemberg fehlen Lehrkräfte, Rheinland‑Pfalz setzt den neuen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung stufenweise um.

Zum Schuljahresbeginn am 14. September 2026 zeigen Berichte von SWR Aktuell und Mitteilungen der Länder deutliche Schwerpunkte im Südwesten: In Baden‑Württemberg bleibt die Unterrichtsversorgung angespannt, in Rheinland‑Pfalz steht die Umsetzung des neuen Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung im Fokus.

Das Kultusministerium in Baden‑Württemberg räumt ein, dass trotz zusätzlicher Einstellungen regionale und fachspezifische Lücken bestehen. Besonders betroffen sind Grundschulen sowie Sonderpädagogische Bildungs‑ und Beratungszentren. Mehrere Regierungspräsidien melden Restvakanzen und setzen auf kurzfristige Nachsteuerung. Das Land verweist zugleich auf eine im Vergleich zu Vorjahren ausgeweitete Einstellungsrunde 2026/27 und auf Maßnahmen zur Lehrkräftegewinnung, darunter verstärkte Personalwerbung und Programme für den Seiteneinstieg. Ziel ist es, Unterrichtsausfall zu begrenzen und kritische Fächer sowie ländliche Regionen besser zu besetzen.

Gewerkschaften und Verbände mahnen, Reserven für Krankheitsfälle einzuplanen und Einsatzprioritäten dort zu setzen, wo die Versorgung besonders dünn ist. Sie sehen in einer verlässlichen Vertretungsstruktur und in klaren Anreizen für Mangelregionen Voraussetzungen, um kurzfristige Engpässe abzufedern. Nach Einschätzung aus dem Schulbereich entscheidet die Personaldecke der nächsten Wochen über Stabilität und Vertretungsqualität im laufenden Halbjahr.

Rheinland‑Pfalz konzentriert sich zum Start des Schuljahres 2026/27 auf die praktische Umsetzung des bundesrechtlich verankerten Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder, der ab 2026 stufenweise greift. Das Bildungsministerium Rheinland‑Pfalz beschreibt den Stand als vorbereitet: Schulische Ganztagsangebote, Hortstrukturen und kommunale Träger werden kombiniert, um zusätzliche Plätze bereitzustellen. Kommunen und Schulleitungen melden punktuell Bedarf an Räumen und Personal, weshalb Programme für Investitionen und Betriebsmittel fortgeführt werden. Bildungsministerin Stefanie Hubig betont, das Land sei auf dem richtigen Weg, der Ausbau müsse jedoch eng mit den Kommunen abgestimmt werden.

Im Ergebnis zeigt sich eine unterschiedliche Ausgangslage: Baden‑Württemberg muss kurzfristig Unterricht decken, Rheinland‑Pfalz steuert Ressourcen und Infrastruktur für den Ganztagsausbau. Die Länder nennen Instrumente zur Entlastung – von Seiteneinstieg und Werbung in Mangelfächern bis zu Investitionsmitteln für Betreuungsplätze. Welche konkreten Folgen für Unterricht und Betreuung entstehen, hängt nun von der regionalen Umsetzung in den kommenden Wochen ab. Aussagen über längerfristige Effekte reichen über den aktuellen Stand hinaus und gelten als Prognosen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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