Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat am 2. Oktober 2026 in Zagreb für eine engere Zusammenarbeit mit Kroatien in Energiefragen geworben und Unterstützung für eine mögliche Olympiabewerbung der Stadt München gesucht. Nach dem Treffen mit dem kroatischen Ministerpräsidenten Andrej Plenković nannten beide Seiten die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verbindungen als Grundlage für weitere Projekte.
Im Zentrum standen nach Angaben der Bayerischen Staatsregierung Fragen der Versorgungssicherheit, der Ausbau kritischer Infrastruktur und beschleunigte Investitionen. Söder stellte die Stabilität von Lieferbeziehungen und die Rolle Europas als Handlungsrahmen heraus. Laut BR24 sprach er von einem möglichen Zeitrahmen von zwei bis drei Jahren bis zum Start eines Pipelineprojekts. Konkrete technische Angaben oder verbindliche Finanzzusagen wurden nicht genannt.
Söder verband den Besuch mit Werbung für die Idee, München als deutsche Bewerberstadt für künftige Olympische Spiele zu positionieren. Er hob ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Konzept hervor und warb um internationale Zustimmung. Plenković betonte die guten bilateralen Beziehungen und die Bedeutung des Austauschs in Wirtschaft, Tourismus und Kultur; beide Seiten verwiesen auf die in Bayern lebende kroatische Community als Brücke zwischen den Regionen. Zusagen zur Olympiabewerbung wurden nicht bekannt.
Begleitet wurde die Reise von einem Zwischenfall bei der Rückkehr: Wegen einer Warnanzeige im Cockpit wurde der Start des Regierungsflugs in Zagreb zunächst abgebrochen. Nach offizieller Darstellung gab es keine Verletzten, die Rückreise wurde neu terminiert.
Der Besuch ordnet sich in längerfristige energiepolitische Bemühungen ein. Bayern sucht seit Jahren zusätzliche Quellen und Routen für Gas und Wasserstoff sowie Planungssicherheit für Investitionen. Kroatien baut seine Rolle als Energie-Drehscheibe an der Adria aus. Ob und wann ein mögliches Pipelineprojekt konkretisiert wird, hängt nach jetzigem Stand von weiteren Prüfungen, europäischer Koordinierung und Finanzierung ab. Aussagen hierzu sind Vorhaben, keine Zusagen.
Die politische Wirkung des Zagreb-Termins liegt damit vor allem im Signal enger Partnerschaft und in der Bündelung von Unterstützung: für Projekte zur Energieinfrastruktur und für eine potenzielle Olympiabewerbung Münchens. Verbindliche Entscheidungen zu Zeitplan, Trassenführung oder Kosten wurden nicht veröffentlicht.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).