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Sonnen stellt Insolvenzantrag in Eigenverwaltung

Die sonnen GmbH aus Wildpoldsried hat am 22. Oktober 2026 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Nach übereinstimmenden Medienberichten sind rund 400 Beschäftigte am Standort betroffen.

Die sonnen GmbH aus Wildpoldsried hat am 22. Oktober 2026 beim zuständigen Amtsgericht Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Die Geschäftsführung informierte an diesem Tag Belegschaft und Geschäftspartner über den Schritt. Nach übereinstimmenden Medienberichten sind rund 400 Beschäftigte am Standort im Allgäu betroffen.

Der Antrag erfolgt knapp zwei Monate nach dem Verkauf durch Shell an das Family Office Tiven im August 2026. Das Unternehmen, das als früher Vorreiter für Batteriespeicher im Heimbereich galt und auch virtuelle Kraftwerke betreibt, verwies in Erklärungen und Berichten auf eine geordnete Neuaufstellung. Die Geschäftsführung betonte demnach, es handele sich nicht um eine akute Zahlungsunfähigkeit im laufenden Geschäftsbetrieb. Angaben zur Liquiditätslage wurden nicht im Detail veröffentlicht.

Zur aktuellen Kundenbasis kursieren unterschiedliche Zahlen. In Branchenberichten ist von mehr als 150.000 installierten Anlagen die Rede. Welche Service-, Garantie- und Netzbetriebsleistungen während des Insolvenzverfahrens weitergeführt werden können, bleibt vorerst offen. Das Unternehmen strebt an, zentrale Funktionen im Rahmen der Eigenverwaltung aufrechtzuerhalten.

Im Hintergrund stehen dem Vernehmen nach deutliche Ergebnisbelastungen der Vorjahre. Medien verweisen auf sinkende Umsätze zwischen 2023 und 2024 sowie auf hohe Jahresfehlbeträge. Mehrere Restrukturierungsrunden und Sparprogramme hatten bereits zuvor den Kurs bestimmt. Offizielle, testierte Abschlüsse für 2025 lagen der Öffentlichkeit zum Zeitpunkt des Antrags nicht vollständig vor; detaillierte Aussagen zu Ursachen und Verantwortlichkeiten bleiben daher den nächsten Wochen des Verfahrens vorbehalten.

Für die Gemeinde Wildpoldsried und regionale Zulieferer bedeutet der Insolvenzantrag eine Zäsur. Kundinnen und Kunden warten auf Klarheit zu Ersatzteilen, Garantien und Wartung. Ob Investoren einzelne Geschäftsbereiche übernehmen oder ob es zu Produktionseinstellungen und Entlassungen kommt, entscheidet sich im weiteren Verlauf vor dem Amtsgericht. Ziel der Eigenverwaltung ist es, die Sanierung möglichst aus eigener Kraft zu strukturieren und verwertbare Teile des Betriebs zu sichern.

Branchenweit reiht sich der Fall in eine Phase mit Margendruck, schwankenden Rohstoffpreisen und hohem Kapitalbedarf ein. Mehrere Wettbewerber berichten von verzögerten Investitionsentscheidungen und Preisdruck entlang der Lieferkette. Konkrete Beschlüsse zu Standorten, Beschäftigung und Kundendienst werden nach Angaben des Unternehmens und aus Verfahrensunterlagen im laufenden Insolvenzverfahren erwartet.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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