Kurzmeldung
Die Stadt Isny im Allgäu hat beschlossen, den Skibetrieb an der Felderhalde vorübergehend in städtische Verantwortung zu übernehmen. Der Gemeinderat fasste die Entscheidung nach mehrmonatigen Verhandlungen und in Reaktion auf die angekündigte Aufgabe durch den bisherigen Betreiber sowie wiederholte Beschwerden aus der Nachbarschaft. Ziel der Maßnahme ist, den Wintersportbetrieb für die Saison 2026/27 sicherzustellen und Zeit für eine geordnete Weiterentwicklung des Standorts zu gewinnen.
Nach Angaben der Verwaltung sollen kurzfristig technische und organisatorische Maßnahmen erfolgen, damit der Schlepplift und die zugehörigen Einrichtungen betriebsbereit sind. Parallel kündigte die Stadt Beratungen über Finanzierungsmodelle, mögliche Spenden und Pachtlösungen an. Prüfungspunkte sind zudem verbindliche Regelungen zu Betriebszeiten, Lärmschutz und Verkehrsführung, um Konflikte mit Anwohnerinnen und Anwohnern zu reduzieren.
Die Felderhalde ist seit Jahrzehnten ein wohnortnahes Freizeitangebot für Isny; in der Vergangenheit gab es wiederholt Planungsunterlagen zur Kombination von Winter- und Sommernutzung, darunter ein Mountainbike-Parcours. Diese Vorhaben hatten lokal immer wieder Debatten über Lärm- und Naturschutz ausgelöst. Mit der Übernahme verschiebt sich die rechtliche und finanzielle Verantwortung für derartige Fragen auf die Kommune, die nun Beratungen im Gemeinderat und Gespräche mit der Max Wild Arena und weiteren Beteiligten angekündigt hat.
Die Stadt betont, dass die Übernahme keinen endgültigen Betreiberwechsel darstellt, sondern eine Übergangslösung, die den Fortbestand des wohnortnahen Freizeitangebots sichern soll. Offene Fragen bleiben: Wie hoch sind die laufenden Kosten für Betrieb und Beschneiung, welche Vereinbarungen werden mit bisherigen Betreibern getroffen und welche technischen Lärmschutzmaßnahmen werden umgesetzt? Diese Punkte sollen in den kommenden Sitzungen des Gemeinderats und in öffentlichen Informationsrunden konkretisiert werden. Die Stadtverwaltung kündigte an, die Bevölkerung transparent über Schritte und Zeitplan zu informieren.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).