Kurzmeldung
Der Hersteller großer Stahlfundamente für Offshore-Windparks am Standort Rostock hat nach Angaben von NDR-Recherchen und einer Unternehmensbestätigung den Abbau von rund 100 Arbeitsplätzen angekündigt. Das Unternehmen spricht von etwa zehn Prozent der Beschäftigten am Werk, die bis Ende 2026 wegfallen sollen. Die Mitteilung an Beschäftigte datiert auf Anfang Oktober 2026; eine Bestätigung gegenüber dem NDR liegt vor.
Am Rostocker Standort werden sogenannte Monopiles gefertigt, die als Fundamente für Anlagen der Offshore-Windbranche dienen. Firmen- und Branchenvertreter führen den Personalabbau auf eine anhaltend niedrige Auslastung zurück: Für das laufende Jahr gab es nach Branchenangaben keine neuen großen Offshore-Ausschreibungen, mehrere Projekte sind verschoben, und die Nachfrage habe sich deutlich abgeschwächt. Zudem wird verstärkter Wettbewerbsdruck aus dem Ausland, insbesondere aus China, genannt.
Die angekündigte Maßnahme steht zugleich in Zusammenhang mit laufenden Plänen zur Flächenerweiterung am Standort im Seehafen. Im Rahmen des neuen Raumentwicklungsplans wird unter anderem über die Nutzung der Swienskuhlen als Industriefläche diskutiert; die Entscheidung darüber liegt bei den örtlichen Gremien. Befürworter sehen in der Erweiterung eine Chance, die Produktion langfristig zu sichern; Umweltschützer warnen vor Eingriffen in Waldflächen.
Die Geschäftsführung, nach NDR-Angaben vertreten durch Robert Dreves, betont, dass bereits eingeleitete Kosten- und Effizienzmaßnahmen nicht ausgereicht hätten, um die derzeitige Nachfrageschwäche zu kompensieren. Konkrete Angaben zu Sozialplänen oder zu möglichen Verlagerungen von Produktion wurden bislang nicht öffentlich gemacht. Auswirkungen des Stellenabbaus würden nicht nur die Belegschaft betreffen, sondern auch Zulieferer, Hafendienstleister und Logistikunternehmen in der Region.
Tatsachenbehauptungen — etwa zur bestätigten Personalmaßnahme — basieren auf der NDR-Berichterstattung und Unternehmensangaben. Einschätzungen zur weiteren Marktentwicklung sind prognostisch und mit Unsicherheiten behaftet.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).