Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte (StALU) treibt die Grundräumung des Dahmer Kanals bei Malchin voran. Nach Angaben der Behörde sollen die Baggerarbeiten von November 2026 bis Februar 2027 stattfinden. Ziel ist es, die Durchgängigkeit wiederherzustellen, den Abfluss des Malchiner Sees zu verbessern und Hafenbereiche in Malchin zu entschlammen. Über den Zeitplan berichtete der Norddeutsche Rundfunk; das StALU bestätigte die Maßnahme.
Die Arbeiten sind in öffentlichen Ausschreibungen dokumentiert. Demnach umfasst die Leistungsbeschreibung neben dem Ausbaggern die Anlage mehrerer Spülfelder mit Nachklärbecken. Dort wird das Spülwasser gereinigt und anschließend dem Gewässer wieder zugeführt. In den Vergabeunterlagen ist als Ausführungsfrist der Zeitraum 1. November 2026 bis 26. Februar 2027 genannt. Die Spülfelder dienen der Aufnahme und Entwässerung der gebaggerten Sedimente, um Einträge in den Malchiner See und in die weiter fließenden Gewässer zu minimieren.
Der Dahmer Kanal ist ein knapp sieben Kilometer langer künstlicher Wasserlauf aus dem 19. Jahrhundert. Er verbindet den Malchiner See mit der Stadt Malchin und stellt den Hauptabfluss des Sees in Richtung Ostpeene und weiter in die Peene sicher. Wiederkehrende Sedimentablagerungen verringern die Abflusskapazität und können die Wasserqualität beeinträchtigen. Das StALU verweist auf Vermessungen und Vorarbeiten, die den jetzigen Eingriff vorbereiten.
Rechte, Pflichten und Schutzauflagen liegen laut Ausschreibung bei der ausführenden Firma. Vorgesehen sind das Auslichten von Ufergehölzen, das Klären des Spülwassers sowie Maßnahmen zur Minimierung von Beeinträchtigungen für Flora und Fauna. Sensible Zeitfenster für Arten- und Naturschutz werden im Zuge der Genehmigungen und der Bauüberwachung konkret festgelegt; sie sind in den frei zugänglichen Vergabeunterlagen nicht im Detail aufgeführt.
Für die Region sollen die Arbeiten mehrere Funktionen sichern: Die Entschlammung stabilisiert die Abflussverhältnisse des Malchiner Sees und erhält die Nutzbarkeit des Hafens Malchin. Während der Bauzeit sind zeitlich begrenzte Einschränkungen am Ufer, an Badestellen und bei der Nutzung des Kanals möglich. Über örtliche Verkehrs- und Nutzungsbeschränkungen will die zuständige Wasserbehörde gesondert informieren.
Die Maßnahme hat über den Gewässerunterhalt hinaus wasserwirtschaftliche Bedeutung für die Mecklenburgische Seenplatte. Sie bündelt technische Vorkehrungen zum Sedimentmanagement mit Vorgaben des Naturschutzes und soll die Funktionsfähigkeit eines zentralen Abflusswegs des Malchiner Sees dauerhaft verbessern.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).