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Staßfurt erinnert an die „Schule der Freundschaft“ und knüpft Kontakte nach Namibia

Zum Jahrestag der Aufnahme von Kindern aus südlichen Afrika würdigt der Salzlandkreis die frühere „Schule der Freundschaft“ in Staßfurt, dokumentiert Projekte und sucht den Austausch mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern.

Der Salzlandkreis hat am 9. September 2026 an die einstige „Schule der Freundschaft“ in Staßfurt erinnert und zugleich die Wiederaufnahme von Kontakten nach Namibia angekündigt. Anlass ist die verstärkte öffentliche Wahrnehmung einer MDRDokumentation, die die Aufnahme und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen aus Angola, Namibia und Mosambik in der DDR‑Zeit thematisiert und die Perspektiven der damaligen Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt stellt.([mdr.de](https://www.mdr.de/video/mdr-videos/c/video-1646290.html?utm_source=openai))

Die „Schule der Freundschaft“ war ein staatlich organisiertes Bildungsprojekt der DDR, in dessen Rahmen in den 1980er Jahren mehrere hundert Kinder aus Flüchtlingslagern in Südwestafrika in Staßfurt lernten und lebten. Der Salzlandkreis bezeichnet die Zahl der Betroffenen in einer aktuellen Mitteilung als „rund 400“ und verweist auf die Erinnerungsarbeit vor Ort. Die Dokumentation des Mitteldeutschen Rundfunks ordnet das Projekt in die politische Initiative der DDR ein und schildert zugleich individuelle Erfahrungen von Ex‑Schülerinnen und -Schülern, Lehrkräften und Zeitzeugen.([salzlandkreis.de](https://www.salzlandkreis.de/aktuelles-presse/pressemitteilungen/mitteilungen-2026/blick-zurueck-und-nach-vorn/?utm_source=openai))

Die Erinnerungskultur steht nach Angaben der Kreisverwaltung nicht allein im Rückblick: Der Salzlandkreis kündigte an, bestehende Kontakte zu ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohnern der Schule zu pflegen und gemeinsame Formate zur Aufarbeitung der belasteten wie der positiven Erfahrungen zu entwickeln. Die Initiative soll Archive, audiovisuelle Dokumente und Zeugenaussagen zusammenführen, um die Schulgeschichte fachlich einzuordnen und lokal zugänglich zu machen.([salzlandkreis.de](https://www.salzlandkreis.de/aktuelles-presse/pressemitteilungen/mitteilungen-2026/blick-zurueck-und-nach-vorn/?utm_source=openai))

Historisch fallen in die Schullektüre kontroverse Befunde: Neben Berichten über Bildungszugänge stehen dokumentierte Fälle von Isolation, Diskriminierung und Stasi‑Beobachtung. Filmische Produktionen und Forschungsarbeiten behandeln diese Widersprüche und verweisen auf unterschiedliche Rückkehr‑ und Integrationsverläufe nach 1990. Die DEFA‑Stiftung und wissenschaftliche Aufarbeitungen haben das Thema in jüngerer Zeit erneut aufgegriffen und Filme sowie Ausstellungen angekündigt, die auch Fragen zu Verantwortung und Erinnerung stellen.([defa-stiftung.de](https://www.defa-stiftung.de/stiftung/aktuelles/meldung/die-defa-stiftung-praesentiert-inside-outside-stassfurt-windhoek/?utm_source=openai))

Faktisch trennen die Akteure in Staßfurt gegenwärtige Anliegen klar von zeitgenössischer Politik: Es geht nach eigenen Angaben um Recherche, Dokumentation und Dialog, nicht um parteipolitische Bewertung. Offene Fragen betreffen die genaue Anzahl der damals aufgenommenen Kinder, individuelle Entschädigungs- oder Unterstützungsansprüche sowie die konservatorische Sicherung der Quellen. Kreispolitik und Medienschaffende vereinbarten, die Suche nach Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu intensivieren und Ergebnisse sachlich zu veröffentlichen.([salzlandkreis.de](https://www.salzlandkreis.de/aktuelles-presse/pressemitteilungen/mitteilungen-2026/blick-zurueck-und-nach-vorn/?utm_source=openai))

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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