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Steine auf Gleisen und beworfene S‑Bahnen: Polizei ermittelt in Sachsen

Nach mehreren gefährlichen Eingriffen in den Bahnverkehr in Sachsen ermittelt die Bundespolizei. Am 6. Oktober wurden bei Meißen Altstadt Steine auf die Gleise gelegt, am 12. Oktober wurde eine S‑Bahn im Landkreis Bautzen beworfen.…

In Sachsen laufen Ermittlungen wegen mehrerer gefährlicher Eingriffe in den Bahnverkehr. Nach Angaben der Bundespolizei und regionaler Medien wurden Anfang Oktober S‑Bahnen mit Steinen beworfen und Schottersteine auf Gleise gelegt. Infolge der Vorfälle kam es zu vorübergehenden Sperrungen und Verspätungen im Regionalverkehr.

Ein dokumentierter Fall ereignete sich am 6. Oktober 2026 am Bahnübergang Plossenweg bei Meißen Altstadt. Dort lagen Steine auf den Schienen, sodass S‑Bahnen stoppen mussten. Die Bundespolizei sicherte Spuren und sucht Zeuginnen und Zeugen. Größere Schäden an Fahrzeugen wurden in diesem Zusammenhang nicht bekannt, der Betrieb war jedoch beeinträchtigt.

Am 12. Oktober 2026 meldete der Nachrichtensender n‑tv unter Berufung auf Polizeiangaben, dass eine S‑Bahn im Landkreis Bautzen mit Steinen beworfen wurde. Der Zug musste anhalten, Untersuchungen am Fahrzeug folgten. Auch hier wurden Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Laut Behörden führten die Einsätze zu Verspätungen von teils rund 40 Minuten.

Die Bundespolizei und die zuständigen Landespolizeibehörden prüfen, ob es zwischen den Vorfällen einen Zusammenhang gibt. Offizielle Stellen nannten bislang keine Tatverdächtigen und keine gesicherten Tatmotive. Medienberichte aus Sachsen verweisen darauf, dass es in den vergangenen Monaten wiederholt Störungen im Bahnverkehr gab; ob diese mit den aktuellen Fällen in Beziehung stehen, ist offen.

Die Deutsche Bahn wies darauf hin, dass bereits das Platzieren von Gegenständen auf den Gleisen Züge gefährden kann. Nach deutschem Strafrecht fällt dies unter den Tatbestand des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Behörden betonen, dass auch der Versuch strafbar ist. Fahrgäste und Anwohnende werden gebeten, verdächtige Beobachtungen unverzüglich zu melden und Bild- oder Videomaterial der Polizei zur Verfügung zu stellen.

Für die Fahrgäste in den betroffenen Abschnitten bedeuteten die Eingriffe kurzfristige Umleitungen, Halteausfälle und verlängerte Fahrzeiten. Die Einsatzkräfte kündigten an, Streifen an neuralgischen Punkten zu verstärken und die Öffentlichkeit bei neuen Erkenntnissen zu informieren. Landesweite Hinweise werden zudem über den Medienservice Sachsen verbreitet.

Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an. Wer im Bereich Meißen Altstadt rund um den Bahnübergang Plossenweg oder im Landkreis Bautzen verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der nächstgelegenen Dienststelle zu melden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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