Die Hansestadt Stendal hat die neu errichtete Brücke in der Lüderitzer Straße, lokal als Kanonenbrücke bekannt, am 29. September 2026 wieder für den Verkehr freigegeben. Die Stadtverwaltung Stendal bestätigte die Öffnung und kündigte an, dass einzelne Zufahrten zunächst weiter eingeschränkt bleiben.
Konkret ist die Ausfahrt von der Gardelegener Straße auf die Lüderitzer Straße vorerst nicht wiederhergestellt. Der Verkehr wird deshalb über die Hanseallee und den Dahrenstedter Weg umgeleitet. Ein Termin für die vollständige Wiederherstellung aller Verbindungen wurde nicht genannt. Die Verwaltung will über Fortschritte laufend informieren.
Die Brücke war nahezu zwei Jahre gesperrt. Grund waren Schäden und die Entscheidung für einen grundlegenden Neuaufbau, um Tragfähigkeit und Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Anbindung an das städtische Straßennetz zu verbessern. Nach Angaben der Stadtverwaltung Stendal lagen die Arbeiten im Zeitplan, eine Freigabe im Herbst war vorgesehen. Der Mitteldeutsche Rundfunk hatte in den vergangenen Wochen wiederholt über den Baufortschritt und anstehende Restarbeiten berichtet.
Während der Sperrung mussten Anwohnerinnen und Anwohner sowie Pendler weiträumige Umwege in Kauf nehmen. Nach Darstellung der Verwaltung wurden die Beeinträchtigungen durch gestaffelte Bauphasen und Verkehrslenkung begrenzt. Unternehmen und Busverkehre hatten dennoch auf verlängerte Fahrzeiten hingewiesen. Mit der Freigabe entfällt nun der Umwegverkehr im direkten Umfeld der Lüderitzer Straße; die noch ausstehende Öffnung der Ausfahrt Gardelegener Straße bleibt jedoch ein Engpass im südlichen Stadtgebiet.
Die Stadt bewertet die Brücke als Schlüsselstelle im innerstädtischen Netz, da sie Verkehre zwischen dem Stadtzentrum, südlichen Wohngebieten und Gewerbeflächen bündelt. Mit Abschluss der Nacharbeiten sollen sich Fahrzeiten im Bereich der Lüderitzer Straße normalisieren. Zugleich verweist die Verwaltung darauf, dass Markierungen, Anpassungen an Nebenanlagen sowie Feinabstimmungen an Knotenpunkten noch folgen können. Diese Maßnahmen ändern laut Stadt nichts an der jetzt erfolgten generellen Freigabe.
Die Hansestadt Stendal stellt in Aussicht, Umleitungen sukzessive zurückzunehmen, sobald die technische Abnahme der verbleibenden Anschlussbereiche erfolgt ist. Bis dahin bittet sie Verkehrsteilnehmende, die ausgeschilderten Routen zu nutzen und im Bereich der neu eröffneten Brücke mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren. Aussagen zu künftigen Belastungswerten und zur langfristigen Wartung folgen nach Abschluss der Restarbeiten und Auswertung der ersten Betriebswochen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).