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Streeck fordert gemeinsame Kraftanstrengung gegen Crack in Städten

Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck drängt Bund, Länder und Kommunen zu koordinierten Maßnahmen gegen den wachsenden Crack-Konsum und die offene Drogenszene in mehreren Großstädten.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Hendrik Streeck, hat zu einer bundesweit abgestimmten Strategie gegen den zunehmenden Konsum von Crack und die sichtbare offene Drogenszene in deutschen Städten aufgerufen. Er betonte, einzelne Kommunen könnten organisierte Dealerstrukturen und Lücken in Versorgung und Prävention nicht allein schließen und brauche es koordinierte Schritte von Bund, Ländern und Kommunen.

Streeck verwies auf Berichte aus mehreren Großstädten über stärker sichtbaren Konsum im öffentlichen Raum, gesundheitliche Risiken durch gemeinsames Rauchen aus improvisierten Pfeifen und eine wachsende Nachfrage nach niedrigschwelligen Hilfen. Er warb für eng verzahnte Pilotprojekte, ein verlässliches bundesweites Monitoring sowie den Austausch wirksam erprobter Ansätze zwischen Ländern und Kommunen. Zudem plädierte er für eine schnelle Auswertung laufender Maßnahmen, um erfolgreiche Modelle zügig zu übertragen.

Als empirische Grundlage nannte Streeck Auswertungen aus Ländern und Kommunen sowie das Berliner Abschlussgutachten zur Crack-Studie, das eine Zunahme des Crack-Konsums in öffentlichen Räumen und Lücken in Früherkennung und Versorgung dokumentiert. Auch die Europäische Drogenagentur berichtet von steigenden Behandlungszahlen im Zusammenhang mit Crack. Daraus leitet Streeck die Notwendigkeit eines Frühwarnsystems in Echtzeit und einer besseren Vernetzung von Rettungsdiensten, Gesundheitsdiensten und Suchthilfe ab.

Konkret fordert Streeck, die Strafverfolgung gegen den organisierten Handel zu verstärken und zugleich die Hilfesysteme auszubauen: mehr niedrigschwellige Angebote, Konsumräume dort, wo sie mit den Behörden vor Ort abgestimmt sind, und passgenaue Präventions- und Nachsorgeprogramme. Dabei müssten Zuständigkeiten geklärt und Kooperationen verbindlich organisiert werden: polizeiliche Ermittlungen, kommunale Ordnung, die Arbeit der Gesundheitsämter und die Finanzierung der Suchthilfe liegen in unterschiedlichen Kompetenzbereichen.

Hintergrund der Debatte ist die wachsende öffentliche Sichtbarkeit von Drogenkonsum in Bahnhofsvierteln und zentralen Stadträumen, die Städte wie Berlin und Hamburg seit Monaten stark beschäftigt. Streecks Appell zielt darauf, kurzfristig abgestimmte Projekte zu starten, deren Ergebnisse transparent erhoben und veröffentlicht werden. Er stellte in Aussicht, bewährte Maßnahmen in eine bundesweite Praxis zu überführen, sofern Wirksamkeit und Akzeptanz belegt sind. Das Bundesgesundheitsministerium soll nach seinen Worten die Koordination zwischen den beteiligten Ebenen stärken und die Datengrundlagen für Lagebilder und Evaluierungen vereinheitlichen.

Damit verbindet Streeck ordnungsrechtliche Eingriffe mit ausgebauter Gesundheits- und Sozialhilfe. Ziel sei, den Druck durch organisierte Kriminalität zu mindern, die gesundheitlichen Schäden zu reduzieren und gleichzeitig öffentliche Räume zu entlasten.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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