Wirtschaft

Strom und Gas für Haushalte werden im 1. Halbjahr 2026 billiger

Private Haushalte zahlten laut Destatis im 1. Halbjahr 2026 im Schnitt 11,58 Cent je Kilowattstunde für Erdgas und 37,97 Cent für Strom. Beide Werte lagen deutlich unter dem 2. Halbjahr 2025, aber weiter über…

Wiesbaden — Die Energiepreise für private Haushalte in Deutschland sind im 1. Halbjahr 2026 gesunken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 30. September 2026 zahlten Haushalte durchschnittlich 11,58 Cent je Kilowattstunde Erdgas. Das entspricht einem Rückgang um 5,3 Prozent gegenüber dem 2. Halbjahr 2025 und um 4,5 Prozent gegenüber dem 1. Halbjahr 2025. Strom kostete im selben Zeitraum im Durchschnitt 37,97 Cent je Kilowattstunde. Damit lagen die Strompreise 6,4 Prozent unter dem 2. Halbjahr 2025 und 4,9 Prozent unter dem 1. Halbjahr 2025.

Im Mehrjahresvergleich bleibt das Niveau jedoch erhöht. Verglichen mit dem 1. Halbjahr 2021, also vor dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 und der anschließenden Energiekrise, zahlten private Haushalte 80,7 Prozent mehr für Erdgas. Die Strompreise lagen im Vergleich zum 1. Halbjahr 2021 um 16,4 Prozent höher.

Die von Destatis ausgewiesenen Durchschnittspreise erfassen sämtliche preisrelevanten Bestandteile, darunter Grund- und Arbeitspreise, Netzentgelte, Steuern, Abgaben und Umlagen. Grundlage sind seit 2020 systematisch bei Energieversorgern erhobene Verkaufspreise. Damit liefern die Halbjahreswerte einen übergreifenden Vergleichsmaßstab für die Entwicklung der Endkundenpreise in Deutschland.

Die aktuellen Zahlen weisen auf eine spürbare Entlastung im Verlauf des Jahres 2026 hin, ohne das Vorkrisenniveau zu erreichen. Die Rückgänge im Halbjahresvergleich setzen sich sowohl beim Erdgas als auch beim Strom fort, bleiben aber im Längsschnitt hinter den Preisaufschlägen zurück, die seit 2021 zu verzeichnen waren. Eine Einordnung der Unterschiede zwischen Verbrauchsgruppen oder Vertragsarten nimmt die Meldung in erster Linie über die Durchschnittswerte vor; regionale oder anbieterbezogene Unterschiede sind in den hier berichteten bundesweiten Mittelwerten nicht dargestellt.

Aus statistischer Sicht ist maßgeblich, dass alle Zeitvergleiche auf einheitlich abgegrenzte Perioden verweisen: 1. Halbjahr 2026, 2. Halbjahr 2025, 1. Halbjahr 2025 sowie 1. Halbjahr 2021 als Vorkrisenreferenz. Dadurch lassen sich die kurzfristigen Rückgänge und der weiterhin deutliche Abstand zum Vorkrisenjahr transparent gegenüberstellen.

Destatis ordnet die aktuellen Preisstände in den Kontext der seit 2021 veränderten Rahmenbedingungen am Energie- und Beschaffungsmarkt ein, die unter anderem durch den russischen Angriff auf die Ukraine und die darauffolgende Energiekrise geprägt wurden. Die unmittelbaren Preisbewegungen an den Haushaltsmärkten werden regelmäßig halbjährlich erhoben und können im Zuge von Revisionen angepasst werden.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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