Mecklenburg-Vorpommern

Sturm an der Müritz: Aufräumen könnte noch Wochen dauern

Nach dem Sturm vom 28. August in der Müritz-Region melden Behörden gesperrte Straßen, beschädigte Leitungen und anhaltende Risiken. Eine Krisensitzung ist für Montag, 31. August, angekündigt.

Die Müritz-Region in Mecklenburg-Vorpommern arbeitet weiter die Folgen des Sturms vom Freitag, 28. August 2026, ab. Laut örtlichen Behörden und dem NDR blieben am Wochenende Straßenabschnitte gesperrt, weil umgestürzte oder angebrochene Bäume die Fahrbahnen blockierten. Auch an Stromleitungen kam es zu Ausfällen und Reparatureinsätzen. Abschnitte der Bundesstraße 108 wurden zeitweise gesperrt und am Sonntag schrittweise wieder freigegeben.

Der Bürgermeister von Grabowhöfe, Enrico Malow (parteilos), sagte dem NDR, viele in der Sturmnacht geschädigte Bäume brächen nun nachträglich ab. Das erhöhe die Gefahr für Einsatzkräfte und Verkehrsteilnehmer und könne weitere Sperrungen nötig machen. Nach Angaben aus der Region ist die Stromversorgung in größeren Orten wie Röbel und Waren inzwischen weitgehend wiederhergestellt. In kleineren Gemeinden laufen Reparaturarbeiten an einzelnen Leitungsabschnitten noch an.

Die Einsatzleitungen rechnen damit, dass die Aufräumarbeiten noch Wochen dauern können. Entscheidend sind die Zahl der beschädigten Bäume, sogenannte Bruchnester in Waldrändern und Alleen sowie die sichere Abarbeitung von Gefahrenstellen. Als Bruchnester bezeichnen Forstleute Baumgruppen mit verbogenen, eingerissenen oder in Kronen hängenden Ästen, die ohne Vorwarnung herabstürzen können. Feuerwehr, Polizei, das Technische Hilfswerk und kommunale Bauhöfe koordinieren Prioritäten für Verkehrswege und kritische Infrastruktur. Die Leitstellen und Straßenverkehrsbehörden stimmen Sperrungen und Freigaben ab; Forstämter und Katastrophenschützer raten, Wälder und Parks mit sichtbaren Sturmschäden vorerst nicht zu betreten.

Zur Gefahrenabwehr gehört zunächst die Erkundung und Markierung instabiler Bäume entlang von Straßen, Radwegen und Siedlungsrändern. Erst danach folgen Fäll- und Sicherungsarbeiten sowie das Beräumen. Die Gemeinden und Forstbetriebe erfassen Schadstellen fortlaufend, um das Lagebild zu vervollständigen; diese Kartierung entscheidet über die Reihenfolge weiterer Einsätze. Weil Arbeiten an schräg stehenden oder angebrochenen Stämmen spezielle Technik erfordern, verläuft die Räumung bewusst schrittweise.

Für Montag, 31. August 2026, ist eine Krisensitzung der betroffenen Kommunen und Leitstellen angekündigt. Thema sind ein aktualisiertes Lagebild, die weitere Freigabe wichtiger Straßen, anstehende Reparaturen an Strom- und Telefonleitungen sowie mögliche Unterstützungsanträge an das Land. Bis dahin gilt in gesperrten Bereichen weiter Vorsicht; Anwohnerinnen und Anwohner sollen Absperrungen respektieren und Schäden über die kommunalen Meldewege anzeigen.

Das Unwetter reiht sich in mehrere Sturmlagen dieses Spätsommers ein. Behörden betonen jedoch, dass die Lage lokal stark variiert und die genaue Zahl betroffener Einsatzstellen erst nach vollständiger Erfassung vorliegt. Fest steht: Priorität haben die Beseitigung akuter Gefahren durch instabile Bäume, die Sicherung der Stromversorgung und die Wiederherstellung zentraler Verbindungen im ländlich geprägten Umland der Müritz.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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