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Stutensee: 81-Jährige stirbt nach Kohlenmonoxidvergiftung – Vogel blockierte Abgasrohr

In Stutensee ist eine 81-Jährige an den Folgen einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben. Laut Polizei war ein Vogel, der das Abgasrohr der Gasheizung verstopfte, Auslöser des Zwischenfalls.

Eine 81-jährige Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses in Stutensee (Kreis Karlsruhe) ist an den Folgen einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben. Das teilte das Polizeipräsidium Karlsruhe mit. Der akute Vorfall ereignete sich am 25. Oktober 2026; die Frau starb am 28. Oktober 2026 im Krankenhaus.

Rettungskräfte waren am 25. Oktober gegen 16:40 Uhr in den Stutenseer Ortsteil Büchig gerufen worden. Bewohner hatten über Kopfschmerzen und Schwindel geklagt. Einsatzkräfte stellten vor Ort erhöhte Kohlenmonoxidwerte fest und räumten das Gebäude. Nach Polizeiangaben wurde ein 84-jähriger Bewohner ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht, er wird weiterhin stationär behandelt. Eine Gefahr für Nachbarwohnungen bestand nach derzeitigem Stand nicht.

Als Ursache der erhöhten CO-Konzentration nennen die Ermittler ein verstopftes Abgasrohr der Gasheizung. Den Angaben zufolge blockierte ein Vogel die Abgasleitung, wodurch Abgase in die Wohnung gelangten. Die Feuerwehr Stutensee setzte Messgeräte ein und lüftete das Haus. CO-Melder hatten zuvor Alarm ausgelöst.

Kohlenmonoxid ist ein farb- und geruchloses Gas, das bei unvollständiger Verbrennung entsteht. Es bindet sich an den roten Blutfarbstoff und kann bereits in geringen Konzentrationen zu schweren Vergiftungen führen. In Wohngebäuden gilt eine beeinträchtigte Abgasführung – etwa durch blockierte Rohre, verstopfte Schornsteine oder defekte Heizungen – als häufige Gefahrenquelle. Fachleute empfehlen die regelmäßige Wartung von Heizungsanlagen, die fachgerechte Prüfung der Abgasleitungen und die Installation funktionstüchtiger CO-Melder.

Die weiteren Ermittlungen zu Ablauf und technischen Hintergründen führt das Polizeipräsidium Karlsruhe. Aussagen zu möglichen Mängeln an der Anlage oder zu Verantwortlichkeiten liegen bislang nicht vor. Regionale Behörden und Einsatzkräfte verweisen allgemein darauf, dass Bewohner bei Alarm eines CO-Melders sofort lüften, das Gebäude verlassen und den Notruf wählen sollten.

Der Fall in Stutensee verdeutlicht, wie schnell sich in geschlossenen Räumen gefährliche Konzentrationen von Kohlenmonoxid bilden können. Nach Angaben der Polizei bleibt es bei der vorläufigen Einordnung, dass ein Vogel das Abgasrohr verstopfte. Konkrete Folgemaßnahmen für das Gebäude oder weitere Prüfungen in der Nachbarschaft wurden in der Mitteilung nicht genannt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen