Kurzmeldung
In Waren (Müritz) ist am Sonntag, 1. November 2026, die Südbrücke am Schweriner Damm planmäßig gesprengt worden. Nach Angaben der Polizei Mecklenburg-Vorpommern galt vor und während der Maßnahme ein Evakuierungsradius von bis zu 200 Metern. Etwa 300 Menschen verließen vorübergehend ihre Wohnungen und Häuser. Die Sprengung war Teil des Ersatzneubaus an der Bahnstrecke Rostock–Berlin im Abschnitt der B 192.
Durchgeführt wurde der Eingriff unter Leitung des Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern in Abstimmung mit der Polizei Mecklenburg-Vorpommern. Die Behörden begründeten die Wahl des Sprengverfahrens mit technischen Anforderungen des Ersatzneubaus und dem Ziel, die Beeinträchtigungen für Bahn- und Straßenverkehr zeitlich zu bündeln.
Zur Absicherung richtete die Polizei Sperrzonen und Straßensperrungen ein. Betroffen waren unter anderem Abschnitte der Mecklenburger Straße und der Müritzstraße sowie angrenzende Bereiche am Tiefwarensee. Anwohnerinnen und Anwohner wurden gebeten, Fahrzeuge aus dem Evakuierungsbereich zu entfernen und die Anweisungen der Einsatzkräfte zu befolgen. Das Warnsystem des Bundes hatte die Evakuierung und die Sperrungen im Vorfeld angekündigt.
Fachlich setzte das Landesamt auf eine Auswurfsprengung, bei der tragende Bauteile kontrolliert gelöst und der Überbau gezielt auf vorbereitete Fall- und Dämpfungsflächen geführt werden. Dieses Vorgehen verkürzt die Arbeiten im unmittelbaren Gleis- und Straßenumfeld gegenüber einem rein mechanischen Rückbau. Die Sprengung verlief den Behörden zufolge ohne gemeldete Personenschäden oder nennenswerte Sachschäden im Umfeld.
Die Sperrungen wurden schrittweise aufgehoben, nachdem Spreng- und Räumteams den Bereich freigegeben hatten. Für die Zeit nach dem Abbruch kündigten die zuständigen Stellen an, den Trümmerabtrag und die Vorbereitung des Ersatzneubaus fortzusetzen. Genaue Zeitpläne für den Weiterbau wollen das Landesamt und die Projektbeteiligten im Nachgang aktualisieren.
Die in diesem Bericht genannten Maßnahmen, Zahlen und Sperrbereiche beruhen auf Mitteilungen der Polizei Mecklenburg-Vorpommern, Hinweisen des Warnsystems des Bundes sowie Informationen des Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern und regionaler Medien vom 30. Oktober und 1. November 2026.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).