Baden-Württemberg

SuedLink-Bau bei Bad Friedrichshall wegen geologischer Risiken gestoppt

TransnetBW hat die Arbeiten am SuedLink-Abschnitt im Salzbergwerk Bad Friedrichshall am 27. September 2026 vorläufig angehalten. Neue geologische Befunde erzwingen eine Überprüfung der Planung.

Der Netzbetreiber TransnetBW hat den Bau des SuedLink-Abschnitts im Bereich des Salzbergwerks Bad Friedrichshall am 27. September 2026 vorläufig gestoppt. Begründet wurde der Schritt mit neuen geologischen Befunden, die ein Weiterarbeiten in den unter Tage gelegenen Bereichen des Bergwerks derzeit nicht verantwortbar erscheinen lassen. Die Arbeiten ruhen, bis eine Anpassung der technischen Planung vorliegt.

Nach Angaben des Unternehmens werden gemeinsam mit den beteiligten Partnern alternative technische Lösungen geprüft. Konkrete Varianten oder ein neuer Zeitplan wurden am Sonntag nicht veröffentlicht. TransnetBW kündigte an, den Gemeinderat von Bad Friedrichshall in einer Sitzung am 29. September 2026 über den Sachstand zu informieren.

Der betroffene Abschnitt gehört zu einem besonderen Teil des Projekts, der die Nutzung vorhandener Strecken des Salzbergwerks vorsieht. Betreiberin des Bergwerks ist die Südwestdeutsche Salzwerke AG. Die Trassenführung unter Tage sollte Eingriffe an der Oberfläche reduzieren und damit Umwelt- und Akzeptanzaspekte berücksichtigen. Zugleich stellt sie höhere Anforderungen an die geologische Bewertung und an den bergmännischen Ausbau. Die jetzt gemeldeten Befunde betreffen nach Unternehmensangaben den Bereich des geplanten Verlaufs im Grubengebäude; Details wurden nicht genannt.

Welche Folgen der Baustopp für Termin- und Kostenansätze des Projekts hat, ist offen. Bislang war für Teile von SuedLink eine gestaffelte Inbetriebnahme in den kommenden Jahren vorgesehen. Ob die neuen Erkenntnisse Änderungen an bereits erteilten Genehmigungen nach sich ziehen, bleibt laut den bisherigen Mitteilungen unklar. Zuständig für die aufsichtsrechtliche Begleitung des Netzausbaus ist die Bundesnetzagentur.

SuedLink ist eine bundesweite Hochspannungs-Gleichstromverbindung, die große Mengen Windstrom aus dem Norden nach Süddeutschland transportieren soll. Das Vorhaben wird von den Übertragungsnetzbetreibern TransnetBW und TenneT realisiert und verläuft überwiegend als Erdkabel. Der Abschnitt bei Bad Friedrichshall im nordöstlichen Baden-Württemberg gilt als technisch anspruchsvoll, weil hier eine Führung unter Tage mit bestehenden Infrastrukturen kombiniert werden sollte.

TransnetBW und die Südwestdeutsche Salzwerke AG betonen, dass die Sicherheit des Bergwerks und der Beschäftigten Vorrang habe. Verbindliche Aussagen zu Verzögerungen, Mehrkosten oder Änderungen am Genehmigungsstand liegen derzeit nicht vor. Weitere Schritte hängen von den technischen Prüfungen und den Abstimmungen mit den zuständigen Behörden ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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