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Tausende demonstrieren pro Palästina im Berliner Regierungsviertel

In Berlin sind am 10. Oktober 2026 mehrere Tausend Menschen durch das Regierungsviertel gezogen; die Polizei war mit großem Aufgebot im Einsatz, es gab einzelne Ermittlungen.

Im Berliner Regierungsviertel haben am Samstag, 10. Oktober 2026, mehrere Tausend Menschen an einer pro-palästinensischen Demonstration teilgenommen. Der Aufzug startete am Brandenburger Tor und führte durch das Regierungsviertel bis in die Innenstadt, darunter in Richtung Potsdamer Platz. Parallel gab es mehrere Gegendemonstrationen. Nach Angaben der Polizei Berlin lag der Schwerpunkt des Einsatzes auf der Trennung der Lager und der Ahndung strafbarer Inhalte.

Zur Zahl der Teilnehmenden kursieren unterschiedliche Angaben: In ersten Meldungen war von rund 1.000 bis mehreren Tausend Personen die Rede. Die Demonstration stand unter dem Motto „United4Palestine“. Veranstalter schilderten ihr Ziel als Solidarität mit der palästinensischen Zivilbevölkerung und forderten politische Konsequenzen im internationalen Umgang mit dem Nahostkonflikt. Kritikerinnen und Kritiker verlangten zugleich klare Abgrenzungen gegenüber antisemitischen Parolen und der Verherrlichung terroristischer Gruppen.

Die Polizei Berlin war mit einem großen Kräfteansatz präsent. Nach dpa- und Medienberichten wurden rund 1.400 Polizistinnen und Polizisten eingesetzt, unterstützt von Einheiten anderer Bundesländer sowie der Bundespolizei. Die Versammlungsbehörde wies im Vorfeld auf strikte Auflagen hin, unter anderem das Verbot verfassungswidriger Kennzeichen und strafbarer Slogans. Während der Hauptkundgebung blieb es nach Polizeiangaben überwiegend ruhig. Es wurden jedoch einzelne Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen des Verdachts der Volksverhetzung und des Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole. Genauere Zahlen zu Feststellungen oder Anzeigen lagen am Abend noch nicht vollständig vor.

Die Gegendemonstrationen richteten sich vor allem gegen antisemitische Äußerungen und gegen Gewaltverherrlichung. Auch hier kam es laut Einsatzkräften nur vereinzelt zu Zwischenfällen. Die Behörden betonten, man werde das Recht auf Versammlungsfreiheit schützen und zugleich konsequent gegen Straftaten vorgehen. Für die kommenden Tage kündigte die Polizei an, in der Berliner Innenstadt weiterhin mit erhöhter Präsenz zu kontrollieren.

Der Demonstrationstag fiel auf den Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas auf Israel am 7. Oktober. In der Hauptstadt waren im Laufe des Wochenendes mehrfach Versammlungen rund um diesen Anlass angezeigt worden. Die Polizei Berlin und die Versammlungsbehörde verwiesen darauf, dass der Schutz jüdischer Einrichtungen und die Einhaltung von Auflagen zentraler Maßstab für die Einsatzplanung bleiben.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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