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Thüringen meldet 2025 deutlich mehr Brände und Großbrände

Innenminister Georg Maier hat in Mühlhausen den Brand- und Katastrophenschutzbericht vorgestellt: Im Berichtsjahr 2025 stiegen Zahl und Größe der Brände deutlich.

Thüringens Innenminister Georg Maier hat am 2. Oktober 2026 in Mühlhausen den Brand- und Katastrophenschutzbericht des Landes vorgestellt. Nach Angaben des Innenministeriums wurden im Berichtsjahr 2025 fast 900 Brände an Wäldern, Wiesen und landwirtschaftlichen Flächen registriert – rund ein Viertel mehr als 2024. Besonders stark legten größere Einsätze zu: Die Zahl der Großbrände stieg demnach auf 225 nach 154 im Vorjahr. Die Entwicklung habe Kräfteplanung und Ausrüstung der Feuerwehren spürbar stärker beansprucht als zuvor.

Der Bericht verzeichnet laut Innenministerium insgesamt häufigere Alarmierungen der Strukturen von Feuerwehr und Katastrophenschutz. Gleichzeitig gingen Fehlalarme zurück, während tatsächliche Brandereignisse zunahmen. Das erhöhte die Belastung für Personal, Material und ehrenamtliche Kräfte über das Jahr hinweg. An der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule stieg die Nachfrage nach Lehrgängen und Fortbildungen, um Taktik und Technik insbesondere für Vegetationsbrände anzupassen.

Als Ursachen nennt der Bericht einen Mix aus Witterungsextremen, anhaltender Trockenheit in Teilperioden und veränderten Nutzungsarten von Flächen, die Vegetationsbrände begünstigen. Diese Einschätzung fügt sich in landesweite Befunde zu Klimafolgen und Waldzustand ein. Zugleich verweist das Innenministerium auf regionale Unterschiede bei Gefahrenlagen und Einsatzaufkommen.

Die Landesregierung leitet daraus mehrere Handlungsfelder ab. Kurzfristig stehen zusätzliche Ausbildungsangebote, die Beschaffung spezialisierter Löschtechnik und die Stärkung von Verbundlösungen für Großschadenslagen im Vordergrund. Geprüft wird zudem, wie Katastrophenschutz und kommunale Gefahrenabwehr robuster aufgestellt werden können – etwa durch regional abgestimmte Einsatzkonzepte, verbesserte Frühwarnung und die engere Verzahnung haupt- und ehrenamtlicher Strukturen. Als fortbestehende Schwachstellen benennt der Bericht punktuelle Personalengpässe sowie Lücken bei Ausstattung und Logistik, darunter Pumpen, Vegetationsbrand-Ausrüstung und Transportkapazitäten.

Trotz der Zunahme an Bränden hält das Innenministerium fest, dass die alarmierten Strukturen grundsätzlich wirkten und große Schadenslagen meist schnell unter Kontrolle gebracht werden konnten. Der steigende Anteil realer Einsätze bei zugleich höherer Komplexität erhöht jedoch den Bedarf an Übung, Technik und finanziellen Mitteln. Die dpa und regionale Medien griffen die Vorlage des Berichts auf; die wesentlichen Angaben beruhen auf der landesamtlichen Auswertung und den begleitenden Informationen des Innenministeriums.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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