Die Thüringer Landesregierung hat am 26. Oktober 2026 die Modernisierung des Thüringer Landesrechenzentrums in Erfurt bestätigt. Das Vorhaben umfasst einen Erweiterungsbau und die Sanierung des Bestandsgebäudes. Dafür sind nach Regierungsangaben insgesamt 63 Millionen Euro vorgesehen. Ab März 2029 soll die Datentechnik in den Neubau umziehen; die Sanierung des bestehenden Rechenzentrums schließt sich an. Der Abschluss der Arbeiten ist Ende 2030 geplant.
Zuständig ist das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft. Der Erweiterungsbau entsteht auf dem Gelände des Behördenzentrums am Ludwig-Erhard-Ring. Das Thüringer Landesrechenzentrum betreibt zentrale Dienste für die Landesverwaltung, darunter Rechenleistung für Fachverfahren, E-Government-Angebote und landesweite Basisdienste. Die Regierung begründet die Entscheidung für einen eigenen Standort und gegen externe Anmietungen mit dem Schutz kritischer Infrastruktur und dem Ziel, digitale Souveränität zu stärken. In diesem Zusammenhang verweist sie auf den Aufbau einer eigenen Thüringer Verwaltungscloud.
Nach Darstellung des Ministeriums ist die Maßnahme notwendig, um Betriebs- und Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten und Kapazitäten für wachsende Anforderungen der Verwaltung zu schaffen. Während der Bauphasen sollen technische Übergangsregelungen den laufenden Betrieb absichern. In den Unterlagen wird auf mögliche temporäre Einschränkungen hingewiesen, die zu steuern und zu minimieren sind.
Vergabeverfahren dokumentieren den Projektfortschritt: Vorliegen der Vergabeunterlagen sowie veröffentlichte Bekanntmachungen zu Erd-, Verbau- und Rohbauarbeiten belegen, dass vorbereitende Schritte angelaufen sind. Für einzelne Gewerke wurden bereits Zuschläge erteilt. Die Finanzierung erfolgt über die Haushaltsaufstellungen des Freistaats, einschließlich Ansätzen im Haushalt 2026 und der Finanzplanung 2027.
Aussagen zu Zeit- und Kostenrahmen stammen von der Landesregierung und den zuständigen Behörden. Änderungen infolge von Vergaben, Baupreisen oder baulichen Risiken sind möglich und würden im Rahmen künftiger Haushalts- und Ausschreibungsentscheidungen angepasst. Unabhängig davon bleibt die Zielsetzung, die IT-Infrastruktur des Landes zusammenzuführen, energieeffizienter zu betreiben und bei Sicherheit, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit zu verbessern.
Die Berichterstattung stützt sich auf Mitteilungen des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft, Angaben des Thüringer Landesrechenzentrums sowie auf veröffentlichte Ausschreibungen und Bekanntmachungen auf EU- und Landesebene.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).