Regionen

Thüringen verschärft Umgang mit Handys an Schulen und lässt Umsetzung prüfen

Das Thüringer Bildungsministerium hat verbindliche Einschränkungen für private Handynutzung an Grundschulen und in Primarstufen durchgesetzt und lässt seit Frühjahr 2026 prüfen, wie die Regeln in der Praxis umgesetzt werden.

Das Thüringer Bildungsministerium hat die private Nutzung von Mobiltelefonen und anderen digitalen Endgeräten an Grundschulen sowie in der Primarstufe von Gemeinschafts- und Förderschulen verbindlich eingeschränkt; zugleich ordnete das Ministerium im Frühjahr 2026 eine Überprüfung der praktischen Umsetzung an. Die Maßnahme war ursprünglich mit einem Schreiben an die Schulen zu Beginn des Schuljahres 2025/2026 bekanntgemacht worden, in dem konkrete Hinweise zur Ausgestaltung genannt wurden. Thüringen begründet den Schritt mit pädagogischen Zielen und dem Wunsch nach altersgerechter Mediennutzung. (Stand: Prüfauftrag Ministerium, 7. April 2026). ([schulportal-thueringen.de](https://www.schulportal-thueringen.de/services/resources/download/public/2289147/2025-08-14%20Elterninformation%20Schuljahresbeginn%202025-2026.pdf?utm_source=openai))

Nach den Vorgaben sollen die Schulen die Ausgestaltung des Verbots in ihrer Hausordnung regeln; mögliche Umsetzungsformen reichen von eingeschalteten Flugmodus-Regeln bis zu zentralen Abgabestellen oder Handyschränken. Das Bildungsministerium betont, dass die Nutzung für unterrichtliche Zwecke durch Lehrkräfte weiterhin möglich bleibt und dass bei unzulässiger Verwendung das Gerät vorübergehend einbehalten werden kann. Diese Regeln werden im Rahmen bestehender Bestimmungen des Thüringer Schulgesetzes verankert. ([bildungsserver.de](https://www.bildungsserver.de/onlineressource.html?onlineressourcen_id=66393&utm_source=openai))

Die Anordnung hat in Thüringen unterschiedliche Reaktionen ausgelöst: Die Landeselternvertretung sprach sich öffentlich gegen ein pauschales Handyverbot aus, während eine Umfrage des Bildungsministeriums im Juni 2026 zeigte, dass die Mehrheit der Grundschulen die Regelungen bislang ohne größere Probleme umgesetzt habe. Gewerkschaften und Lehrerverband wiesen auf offene Fragen zur Durchsetzung und zu pädagogischen Konzepten hin. Die Debatte dreht sich insbesondere um die Abwägung zwischen Schutz vor Ablenkung sowie Cybermobbing einerseits und dem sinnvollen Einsatz digitaler Medien im Unterricht andererseits. ([mdr.de](https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/elternsprecher-handyverbot-schule-unterricht-100.html?utm_source=openai))

Faktisch liegt die Verantwortung für genaue Regeln nun bei den einzelnen Schulgemeinschaften; das Ministerium hat sie aufgefordert, die Hausordnungen altersgerecht und mit Einbindung der Schulkonferenz zu gestalten. Die angekündigte Prüf-Erhebung soll klären, in welchem Umfang Schulen technische Lösungen, organisatorische Maßnahmen oder pädagogische Angebote kombinieren, und ob es weiterer landesweiter Vorgaben bedarf. Aussagen des Ministeriums zur Prüfung und Umfrageergebnissen sind dokumentiert; offene Fragen betreffen Umfang und Zeitplan der Auswertung sowie mögliche gesetzliche Nachjustierungen. ([n-tv.de](https://www.n-tv.de/regionales/thueringen/Ministerium-erhebt-Umsetzung-des-Handyverbots-an-Schulen-id30688541.html?utm_source=openai))

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk