Thüringen hat den Ausbau wirtschaftlicher Beziehungen zu Argentinien zum konkreten Ziel seiner aktuellen Südamerikareise erklärt. Die Delegation unter Leitung der Thüringer Wirtschaftsministerin Colette Boos-John reiste vom 31. Oktober bis zum 7. November 2026 in die MERCOSUR-Staaten Argentinien und Brasilien; in Buenos Aires und der Provinz Tucumán wurden Gespräche mit regionalen Behörden und Wirtschaftsvertretungen geführt. Am 3. November 2026 unterzeichnete Boos-John nach Angaben des Mitteldeutschen Rundfunks eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) mit der Provinz Tucumán, um Zusammenarbeit in Handel und Investitionen zu fördern. ([mdr.de](https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/video-wirtschaftsdelegation-argentinien-100.html?utm_source=openai))
Hintergrund ist das seit Januar 2026 vorläufig in Kraft getretene Abkommen zwischen der Europäischen Union und den MERCOSUR-Staaten, das Zöllen, Handelshemmnisse und Kooperationen in verschiedenen Sektoren neu regeln soll. Thüringer Landesbehörden und die Landesentwicklungsgesellschaft LEG Thüringen bezeichnen Argentinien und Brasilien als „dynamische Wachstumsmärkte mit großem Zukunftspotenzial“ und wollen Thüringer Mittelstand, Agrartechnologie, Ernährungswirtschaft sowie Maschinenbau für Marktzugänge und Partnerschaften öffnen. Die LEG begleitete die Reise organisatorisch und bietet Unternehmen Unterstützung bei der Markterschließung an. ([leg-thueringen.de](https://www.leg-thueringen.de/en/current/news/detail/dynamic-growth-markets-with-great-future-potential/?utm_source=openai))
Die Delegation umfasste nach Mitteilungen des Wirtschaftsministeriums und regionaler Medien rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen und Institutionen. Vorgesehene Maßnahmen reichen von Fachgesprächen über Messeauftritte bis zu bilateralen Kooperationsvereinbarungen. Thüringer Vertreter betonen die Bedeutung politischer Begleitung auf Ebene der Bundesländer, um Türen zu staatlichen und regionalen Stellen in Südamerika zu öffnen; zugleich verweisen sie auf Risiken für Exporte in volatile Märkte und auf strukturelle Unterschiede bei Regularien. ([mdr.de](https://www.mdr.de/mdr-thueringen/audio-3569054.html?utm_source=openai))
Folgen für die Landeswirtschaft sind kurzfristig vor allem vermehrte Marktsondierungen und Vernetzungsangebote; mittel- bis langfristig erhofft sich die Landesregierung konkrete Investitions- und Exportprojekte. Aussagen zu konkreten Umsatz- oder Investitionszusagen lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht vor und wurden von den beteiligten Stellen als abhängig von Folgevereinbarungen bezeichnet. Vorgänge und Absprachen wurden von Thüringer Stellen gegenüber Medien bestätigt; weitergehende Vereinbarungen sollen in den kommenden Monaten präzisiert werden. ([mdr.de](https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/video-wirtschaftsdelegation-argentinien-100.html?utm_source=openai))
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).