Regionen

Thüringenforst meldet seit 2018 rund 20 Millionen abgestorbene Bäume

Die Vorständin von Thüringenforst nennt am 5. November 2026 rund 20 Millionen abgestorbene Bäume seit 2018. Ursachen sind Dürre, Stürme und Borkenkäfer; der Waldumbau läuft.

Thüringenforst beziffert den Baumverlust in Thüringen seit 2018 auf rund 20 Millionen. Die Zahl nannte Corinna Geißler, Vorständin der Landesforstanstalt, am 5. November 2026 gegenüber der Thüringer Allgemeinen; sie wurde anschließend von der Deutschen Presse-Agentur verbreitet. Als Hauptursachen nennt Geißler anhaltende Dürre, Stürme und massiven Borkenkäferbefall.

Besonders betroffen seien Fichtenbestände. Monokulturen vergangener Jahrzehnte hätten die Anfälligkeit der Wälder erhöht, erklärte Thüringenforst. Infolge der Trockenjahre hätten die Bäume Abwehrkräfte verloren; Stürme hinterließen zusätzliche Bruchkanten, an denen Schädlinge leicht eindringen. Auch wenn die Neupflanzung laufe und natürliche Verjüngung einsetze, rechnet die Landesforstanstalt damit, dass die Zahl der abgestorbenen Bäume vorerst weiter steigt. Diese Prognose begründet Thüringenforst mit der verzögerten Wirkung von Dürreperioden auf gestresste Bestände und der weiteren Ausbreitung des Borkenkäfers bei warmen, trockenen Bedingungen.

Seit 2018 werden in großem Umfang Schadflächen geräumt und saniert. Laut Thüringenforst umfasst das Maßnahmenbündel die rasche Bergung von Schadholz, eine engere Überwachung der Käferpopulationen sowie verstärkte Pflanzprogramme. Ziel des Waldumbaus ist eine stabilere Baumartenmischung, die Wetterextremen und Schädlingen besser standhält. Neben Fichte sollen verstärkt Laubbaumarten und standortangepasste Nadelbäume gesetzt werden. Der Waldumbau ist ein langfristiger Prozess; bis junge Bäume Schutzfunktionen übernehmen, vergehen Jahre.

Umweltverbände und unabhängige Forstwissenschaftler weisen darauf hin, dass die Schäden über wirtschaftliche Einbußen hinausreichen. Genannt werden eine erhöhte Brandgefahr, veränderte Wasserhaushalte und ökologische Folgen für Arten, die an alte Nadelholzbestände gebunden sind. Kommunen und private Waldbesitzende berichten zugleich von Finanzierungslasten für Aufarbeitung, Wiederbewaldung und Wegebau. Der Thüringer Landtag hat wiederholt zusätzliche Mittel für Aufforstung, Forstschutz und Prävention beraten und beschlossen; Details variieren je nach Haushalt und Programm.

Die jetzt genannte Zahl ordnet einen außergewöhnlichen Schadenszeitraum seit 2018 ein. Sie ist eine Bilanzmeldung von Thüringenforst; konkrete Flächengrößen, Festmeterangaben oder Kosten wurden am 5. November 2026 nicht beziffert. Fest steht: Dürre, Stürme und Borkenkäfer wirken in den Wäldern zusammen. Der Erfolg des Waldumbaus hängt nach Angaben der Landesforstanstalt davon ab, wie schnell standortgerechte Mischwälder etabliert und wie konsequent Prävention, Monitoring und zügige Holzlogistik in Schadensfällen umgesetzt werden.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk