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Tierpark Görlitz zieht Panda-Zwillinge nach Tod der Mutter mit der Hand auf

Nach dem plötzlichen Tod der sechsjährigen Roten Panda-Zayah am 15. September 2026 kümmert sich der Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec um die Handaufzucht ihrer drei Monate alten Zwillinge.

Der Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec zieht nach dem Tod der Roten Panda-Zayah ihre drei Monate alten Zwillinge per Hand auf. Die sechsjährige Mutter war am 15. September 2026 im Gehege zusammengebrochen und wenig später leblos gefunden worden. Der Tierpark teilte mit, die Todesursache werde untersucht; gesicherte medizinische Befunde lägen noch nicht vor.

Kameraaufzeichnungen zeigen nach Angaben des Tierparks, dass Zayah kurz zuvor noch aktiv war. Bis Obduktion und Laboruntersuchungen Ergebnisse liefern, gelten Vermutungen zu möglichen Auslösern als vorläufig. Der Tierpark nannte keine abschließende Ursache und kündigte weitere Informationen an.

Die Tierpflege konzentriert sich derzeit auf die Stabilisierung der beiden Jungtiere. Laut Tierpark sind der Bruder und die Schwester wohlauf und nehmen zu. Sie werden mit Ersatznahrung per Löffel oder Pinsel gefüttert, da eine Flasche als zu riskant gilt. Die Aufzucht wird offen, aber geschützt dokumentiert; der Zugang für Besucher ist in der sensiblen Phase in der Regel eingeschränkt. Begleitend werden veterinärmedizinische Kontrollen durchgeführt.

Zayah war 2021 aus den Niederlanden nach Görlitz gekommen und hatte dort mehrfach Nachwuchs. Ihr Ausfall trifft die Zuchtplanung, weil eine reproduktionsaktive Mutter in einem kleinen Bestand fehlt. Zugleich zeigt der aktuelle Fall die Praxis in zoologischen Einrichtungen, wenn Eltern ausfallen und Jungtiere überbrückt werden müssen: strukturierte Handaufzucht, engmaschige Überwachung und klare Priorisierung des Stressschutzes.

Der Tierpark Görlitz beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Rote Pandas. Nachwuchs aus Görlitz war in der Vergangenheit Teil dieses Verbunds. Welche Folgerungen sich aus dem Tod Zayahs für künftige Zuchtentscheidungen ergeben, lässt sich erst nach Abschluss der Untersuchungen abschätzen. Vorrang habe nach Tierparkangaben die Entwicklung der beiden Jungtiere.

Die Mitteilungen des Tierparks datieren vom 15. September 2026; regionale Medien berichteten am 15. und 16. September 2026. Fest steht der Zeitpunkt und Ort des Vorfalls sowie die laufende Handaufzucht. Offene Punkte betreffen die Klärung der Todesursache, über die der Tierpark nach Vorliegen amtlicher Befunde informieren will.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen