Kurzmeldung
In Hamburg-Barmbek hat am 22. September 2026 die Tincon begonnen. Die Konferenz für digitale Jugendkultur läuft bis zum 23. September und findet im Museum der Arbeit sowie in der Zinnschmelze statt. Sie richtet sich an junge Menschen zwischen 13 und 25 Jahren und an Schulklassen.
Veranstalter ist der gemeinnützige Verein TINCON e. V. Nach Angaben der Organisatorinnen und Organisatoren verbindet das Programm Bühnenformate, Workshops und Fragerunden mit Angeboten speziell für Schulen und pädagogische Fachkräfte. Themenschwerpunkte sind Künstliche Intelligenz, Medienkompetenz, Demokratieförderung sowie der Umgang mit Diskriminierung und Rassismus in digitalen Räumen.
Laut NDR werden rund 2.500 Schülerinnen und Schüler erwartet. Als lokale Partner sind das Museum der Arbeit und die Stiftung Historische Museen Hamburg benannt. Die Veranstalter betonen, die Tincon solle ein Lern- und Debattenraum auf Augenhöhe sein; Programmpunkte für Lehrkräfte sind nach Fachbereichen gegliedert, um schulische Inhalte mit der Lebenswelt Jugendlicher zu verknüpfen.
Aus Sicht der Bildungspolitik und Medienpädagogik ist die Konferenz ein Praxisformat zur Vermittlung von Medienkompetenz: Diskussionen über Algorithmen, Desinformation und digitale Selbstdarstellung werden mit partizipativen Formaten verknüpft. Die Förderung demokratischer Kompetenzen gehört zu den explizit genannten Zielen. Zugleich verweisen die Organisatorinnen und Organisatoren auf Partnerschaften und Förderungen, die die gemeinnützige Arbeit ermöglichen.
Offen bleibt, wie sich die Inhalte der Tincon systematisch an schulische Curricula andocken und wie die längerfristige Einbindung der Teilnehmenden gelingt. In den verfügbaren Programmunterlagen finden sich derzeit keine ausgewiesenen Evaluationsergebnisse zu Wirkungen früherer Veranstaltungen. Für die aktuelle Ausgabe kündigen die Veranstalter an, verstärkt Möglichkeiten zur Vernetzung zwischen Schulen, Jugendarbeit und zivilgesellschaftlichen Initiativen zu bieten.
Das Hamburg Journal berichtet über den Auftakt in Barmbek und hebt die Mischung aus Vorträgen, Workshops und Formaten für Schulklassen hervor. Nach Angaben der Veranstalter ist der Zugang für junge Menschen niedrigschwellig gestaltet; die Teilnahme soll Austausch über digitale Alltagsfragen ermöglichen und Orientierung in einem dynamischen Medienumfeld geben.
Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).