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Türkei will Verteidigungspakt mit Saudi-Arabien und Pakistan für weitere Länder öffnen

Ankara signalisiert am 1. September, das im August geschlossene Mekka-Verteidigungsabkommen für zusätzliche Mitglieder zugänglich zu machen und parallel die Institutionalisierung voranzutreiben.

Die Türkei hat am 1. September 2026 bekräftigt, das im August geschlossene Verteidigungsabkommen mit Saudi-Arabien und Pakistan für weitere Staaten zu öffnen. Aus dem Außenministerium in Ankara und aus Regierungskreisen hieß es, die Vereinbarung stehe Ländern offen, die die Grundprinzipien des Abkommens unterstützen. Zugleich werde an einer belastbaren institutionellen Ausgestaltung gearbeitet.

Das Abkommen war am 7. August 2026 in Mekka unterzeichnet worden. Nach Angaben der Beteiligten handelt es sich um eine defensiv ausgerichtete Vereinbarung. Ein bewaffneter Angriff auf einen Mitgliedstaat könne demnach als Angriff auf alle drei Vertragsparteien gewertet werden. Die Regierungen betonen, der Pakt solle bestehende Verteidigungsbeziehungen nicht ersetzen, sondern ergänzen, und richte sich nicht gegen einen namentlich benannten Staat.

Am 31. August tagte in Istanbul erstmals ein gemeinsames Gremium, das Strategic Political and Defence Committee. Nach offizieller Darstellung wurden Schritte zur Einrichtung eines Sekretariats, zur Koordinierung militärischer Zusammenarbeit sowie ein Fahrplan für weitere technische und strategische Maßnahmen erörtert. Die Sitzung zielte darauf, die politische Erklärung aus dem August in dauerhafte Strukturen zu überführen.

Vertreter Saudi-Arabiens und Pakistans erklärten wiederholt, der Pakt sei „offen für die Teilnahme weiterer brüderlicher Staaten“. Konkrete Aufnahmeverfahren, rechtliche Verpflichtungen und mögliche operative Pflichten sind jedoch bisher nicht präzisiert. In Medienberichten werden potenziell interessierte Länder genannt; Entscheidungen darüber sollen in enger Abstimmung der drei Mitglieder getroffen werden. Offizielle Beitrittsgesuche liegen nach derzeitigem Stand nicht vor.

Für Deutschland und die Europäische Union stellen sich außen- und sicherheitspolitische Fragen. Beobachtet werden die möglichen Auswirkungen auf regionale Sicherheitsarchitekturen im Nahen Osten und in Südasien, etwa in Bezug auf bestehende Partnerschaften der Türkei und Saudi-Arabiens mit westlichen Staaten. Zudem steht im Raum, ob der Pakt zur Deeskalation beiträgt oder Rivalitäten entlang neuer Linien verschiebt. In Berlin wird die weitere Ausgestaltung vor allem mit Blick auf Rüstungsexporte, Krisendiplomatie und die Zusammenarbeit in internationalen Foren zu bewerten sein.

In den kommenden Wochen rechnen Beobachter mit konkreteren Vorschlägen zur Prüfung von Mitgliedschaften sowie mit weiteren bilateralen Gesprächen zwischen den drei Gründungsstaaten und interessierten Drittstaaten. Maßgeblich wird sein, wie transparent die Kriterien gestaltet werden und ob das entstehende Sekretariat Verfahren festlegt, die militärische Kooperation, politische Konsultationen und Krisenmechanismen klar regeln.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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