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Ulmer Peers unterstützen Querschnittgelähmte seit 20 Jahren

SWR Aktuell stellt ein Peer-Programm am Querschnittgelähmtenzentrum in Ulm vor, das seit zwei Jahrzehnten Betroffene im Alltag und in der Reha begleitet.

SWR Aktuell berichtet am 22. September 2026 über das Peer-Programm am Querschnittgelähmtenzentrum in Ulm. Das Modell setzt auf erfahrene Rollstuhlnutzerinnen und -nutzer, die neu betroffene Patientinnen und Patienten in Klinik und Alltag begleiten – seit nun 20 Jahren. Exemplarisch zeigt die Reportage den Einsatz von Hans Peter Thomas, der laut SWR seit zwei Jahrzehnten Menschen nach einer Querschnittlähmung unterstützt.

Thomas hilft bei konkreten Alltagsschritten: vom Umlagern im Bett über das sichere Umsetzen auf die Toilette bis zur Organisation von Alltagshilfen und der Begleitung zu Terminen, etwa für Kfz-Umbauten. Ebenso wichtig ist die psychosoziale Stütze in der frühen Rehabilitationsphase, wenn Verunsicherung, praktische Fragen und die Neuordnung des Alltags zusammentreffen. Ziel ist es, Erfahrungswissen zugänglich zu machen und Selbstständigkeit zu fördern, ohne medizinische Aufgaben zu ersetzen.

Das Querschnittgelähmtenzentrum ist am Universitätsklinikum Ulm und den RKU – Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm angesiedelt. Die Einrichtung verweist auf spezialisierte Behandlung und lebenslange Nachsorge für Menschen mit Querschnittlähmung. Nach Angaben aus der SWR-Reportage sind Peers in Ulm fest in die Versorgung eingebunden. Yorck-Bernhard Kalke, der das Zentrum leitet, betont demnach, dass sie das Behandlungsteam ergänzen und sowohl praktische Unterstützung als auch Orientierung im Versorgungsnetz geben. Manche Wegbegleiter arbeiten ehrenamtlich, andere erhalten eine Vergütung.

Die Fördergemeinschaft für das Querschnittgelähmten-Zentrum Ulm beschreibt Peers als vertrauliche Ansprechpersonen, die selbst mit einer Querschnittlähmung leben und ihr Wissen zu Mobilität, Hilfsmitteln und barrierearmer Alltagsgestaltung teilen. Diese Darstellung deckt sich mit dem Ulmer Ansatz, Erfahrungswissen systematisch in die Regelversorgung einzubinden.

Der aktuelle Bericht zeigt, wie ein etabliertes Peer-Modell den Übergang von stationärer Rehabilitation in den Alltag erleichtern kann. Positive Effekte werden insbesondere bei Motivation, Behandlungskompetenz und Teilhabe gesehen. Ob ähnliche Programme andernorts erweitert werden, hängt von finanzieller Absicherung, klinischer Einbettung und regionalen Strukturen ab. Der Anlass ist regional, die Fragestellung hat überregionale Relevanz, weil Peer-Modelle in der Rehabilitation in Deutschland unterschiedlich verankert sind.

Fakten, Zitate und Bezeichnungen beruhen auf der SWR-Reportage sowie den öffentlich zugänglichen Informationen des Universitätsklinikums Ulm und der Fördergemeinschaft; Prognosen zu Transfer und Finanzierung sind als Ausblick gekennzeichnet.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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