Die Universität Hamburg hat am 29. Oktober 2026 angekündigt, zwei Studiengänge des Fachbereichs Informatik zu streichen und die Zulassung zu einem weiteren Angebot vorläufig auszusetzen. Nach Angaben der Hochschule sollen die Bachelor-Studiengänge Software-System-Entwicklung und Wirtschaftsinformatik zukünftig nicht mehr angeboten werden; außerdem werde die Zulassung für die Bachelor- und Masterstudiengänge Wirtschaftsinformatik zum Wintersemester 2027/28 „ausgesetzt“, heißt es in der Mitteilung. Diese Maßnahmen begründet die Universität mit den von der Leitung vorgegebenen Sparzielen für 2026 und folgenden Jahren. ([ndr.de](https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/hamburger-uni-streicht-nun-doch-studiengaenge%2Cwirtschaftsinformatik-104.html?utm_source=openai))
Der unmittelbare Nachrichtenkern betrifft die Studienplatzkapazitäten: Recherchen ergeben, dass durch die Streichung in den betroffenen Bachelor-Programmen rund 60 Erststudienplätze wegfallen sollen; die Hochschule nennt dazu in ihrer Bekanntmachung konkrete Änderungen der Studienorganisation und Vergabeverfahren. Für bereits immatrikulierte Studierende bleibt in der Regel die Möglichkeit bestehen, das Studium für die Regelstudienzeit fortzusetzen; die Universität verweist ausdrücklich auf die Sicherung der Studierbarkeit für bestehende Jahrgänge. ([uni-heute.de](https://www.uni-heute.de/neuigkeiten/uni-hamburg/universitaet-hamburg-streicht-informatikstudiengaenge-und-verliert-60-bachelorplaetze/?utm_source=openai))
Hintergrund der Entscheidung sind strukturelle Haushaltsdefizite und Vorgaben zur „zukunftssicheren“ Ausrichtung der Universität: In internen Dokumenten und früheren Bekanntmachungen waren bereits Einsparziele genannt worden, die Fakultäten und Verwaltung zu Kürzungen verpflichten. Die Universität hatte noch im Juni 2026 erklärt, dass keine Studiengangsschließungen vorgesehen seien; die nun beschlossene Maßnahme markiert demnach eine Kehrtwende gegenüber dieser früheren Darstellung. Der Senat und die Universität verweisen auf die Notwendigkeit, das System Hochschule unter den gegebenen Finanzbedingungen zu stabilisieren. ([uni-hamburg.de](https://www.uni-hamburg.de/uhh/organisation/zukunftssichere-universitaet?utm_source=openai))
Reaktionen aus Wissenschaft und Politik bleiben abzuwarten: Fachschaften, Hochschulinitiativen und Vertreterinnen und Vertreter aus der Hamburger Hochschullandschaft hatten in den vergangenen Monaten wiederholt vor den Folgen von Kapazitätskürzungen gewarnt, insbesondere für MINT-Fächer. Kritik richtet sich vor allem darauf, dass eine Reduktion von Studienplätzen die Ausbildungsinfrastruktur in einem bereits unterversorgten Bereich schwächen könnte. Die Universität kündigt an, über konkrete Umsetzungsfristen und Übergangsregelungen zeitnah zu informieren; für Bewerberinnen und Bewerber zum Wintersemester 2027/28 gilt die Aussetzung der Zulassungen als aktueller Status. ([ndr.de](https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/hamburger-uni-streicht-nun-doch-studiengaenge%2Cwirtschaftsinformatik-104.html?utm_source=openai))
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).