Politik

Bundesregierung erläutert im Bundestag Schritte gegen Desinformation

Am 21. Oktober 2026 hat die Bundesregierung im Deutschen Bundestag den Stand ihrer Arbeit gegen Desinformation dargelegt und Schwerpunkte für die weitere Koordination in Deutschland und der Europäischen Union benannt.

Am 21. Oktober 2026 hat die Bundesregierung im Deutschen Bundestag den Stand ihrer Maßnahmen gegen Desinformation vorgestellt. Der Schwerpunkt lag auf der nationalen Attribuierung ausländischer Informationsmanipulation, der Stärkung gesellschaftlicher Resilienz und der Abstimmung mit Partnern in der Europäischen Union. Die Darstellung bezog sich auf aktuelle Vorfälle und Risikoanalysen, die sich auf die innere Sicherheit und die öffentliche Meinungsbildung in Deutschland auswirken können.

Als laufende Maßnahmen nannte die Bundesregierung die Fortführung eines nationalen Attribuierungsverfahrens für ausländische Informationsmanipulation, engere Koordination zwischen Ressorts und Behörden sowie die Förderung von Projekten zur Medienkompetenz. Nach bereits veröffentlichten Bundestagsunterlagen analysiert Berlin seit 2024 systematisch koordinierte Informationskampagnen und nimmt, wo möglich, eine Zuordnung zu staatlichen oder staatsnahen Akteuren vor. In früheren Antworten an den Bundestag wurde dabei unter anderem eine Kampagne mit mutmaßlicher russischer Herkunft als Beispiel angeführt. Zudem verwies die Bundesregierung auf Beiträge deutscher Stellen zu internationalen Konferenzen im Oktober 2026 und auf einen ressortübergreifenden Austausch zu technischen und rechtlichen Instrumenten.

In den Nachfragen der Abgeordneten traten drei Themenfelder hervor. Erstens ging es um Aufgaben, Befugnisse und Kontrolle der Nachrichtendienste beim Erkennen und Abwehren hybrider Bedrohungen. Zweitens wurden Finanzierung, Zielgruppen und Wirksamkeit von Programmen zur Medienkompetenz erörtert, insbesondere mit Blick auf vulnerable Gruppen. Drittens stand die Abstimmung mit der Europäischen Union im Vordergrund, etwa im Kontext des Digital Services Act und geplanter gemeinsamer Attribuierungsmechanismen. Vertreter von Oppositionsfraktionen warnten vor möglichen Grundrechtseingriffen durch zu weitgehende Auskunfts- und Prüfkompetenzen staatlicher Stellen und forderten größere Transparenz sowie klare parlamentarische Kontrolle.

Nach Angaben der Bundesregierung wurden am 21. Oktober 2026 keine neuen Gesetze oder Haushaltstitel beschlossen. Die Linie der Regierung zielt auf eine engere Vernetzung von Sicherheitsbehörden, Aufsichtsstellen, Forschung und Zivilgesellschaft. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, Rechtsgrundlagen präzise auszugestalten und Kontrollwege zu stärken. Weitere Berichte an den Deutschen Bundestag und die fortlaufende Koordination mit europäischen Partnern wurden in Aussicht gestellt. Die Ausführungen stützten sich auf aktuelle Unterrichtungen und Tagesordnungspunkte des Parlaments sowie auf begleitende Mitteilungen der Bundesregierung in Berlin im Oktober 2026.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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