Mecklenburg-Vorpommern

Drei tragende Zuchtstuten bei Neustadt-Glewe getötet – Staatsanwaltschaft ermittelt

Nach Angriffen auf sechs Pferde beim Gestüt Lewitz nahe Neustadt-Glewe ermitteln Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei. Das Gestüt veröffentlichte einen Zeugenaufruf und setzte 10.000 Euro Belohnung aus.

Bei einem Gestüt nahe Neustadt-Glewe im Landkreis Ludwigslust-Parchim sind in den vergangenen Wochen sechs Pferde angegriffen worden. Drei – nach Angaben der Behörden überwiegend tragende Zuchtstuten – verstarben, drei weitere wurden verletzt. Staatsanwaltschaft Schwerin und Kriminalpolizeiinspektion Schwerin leiteten Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und Sachbeschädigung ein.

Die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern bestätigte am 21. Oktober, dass Mitte September zunächst eine tote Stute auf einer Weide entdeckt wurde. Etwa zehn Tage später wurde eine weitere verletzte Stute gefunden, die später an inneren und äußeren Verletzungen starb. Insgesamt sprechen die bisherigen Befunde von massiven inneren Verletzungen im Bauchraum. Konkrete Aussagen zu Tatmitteln, exakten Tatzeitpunkten oder möglichen Motiven machten die Ermittler bislang nicht.

Betroffen ist das Gestüt Lewitz. Der Betrieb veröffentlichte einen Zeugenaufruf und setzte eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen. Die Polizei bat parallel die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise und richtete eine Anlaufstelle bei der Polizei in Schwerin ein. Am Montag vernahmen Ermittler mehrere Beschäftigte des Gestüts, zudem wurden Spuren an den betroffenen Weiden gesichert.

Ob ein Zusammenhang mit anderen in diesem Jahr bekannt gewordenen Angriffen auf Pferde in Deutschland besteht, ist nach Behördenangaben offen und Gegenstand weiterer Prüfungen. Die Ermittler betonen, dass derzeit weder zu einer bestimmten Täterschaft noch zu einem einzelnen Tathergang gesicherte Erkenntnisse vorliegen.

Für die Region hat der Fall mehrere Dimensionen: Neben dem Tierwohl ist die Pferdezucht wirtschaftlich betroffen, da tragende Stuten und ihre ungeborenen Fohlen für Zuchtbetriebe erheblichen Wert darstellen. Zugleich erhöht der Fall die Verunsicherung auf Weiden im Umland. Die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern kündigte an, die Präsenz im betroffenen Bereich zu verstärken und Hinweise zeitnah auszuwerten.

Die Staatsanwaltschaft Schwerin bittet Zeugen, verdächtige Beobachtungen in den fraglichen Zeiträumen zu melden – insbesondere Fahrzeuge, Personen oder ungewöhnliche Aktivitäten in Weidenähe. Bis zum Abschluss der Untersuchungen verzichten die Behörden auf weitergehende Bewertungen. Ermittlungen und Spurenauswertung dauern an.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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