Kurzmeldung
Die Polizei Mecklenburg-Vorpommern warnt nach aktuellen Vorfällen in Neustadt-Glewe (Landkreis Ludwigslust-Parchim) vor Betrügern, die sich als Heizungsableser oder Mitarbeiter eines Energieversorgers ausgeben. Nach Polizeiangaben versuchten Unbekannte, sich unter diesem Vorwand Zugang zu Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus zu verschaffen. In einem vorausgegangenen Fall ließ eine 78-jährige Bewohnerin einen angeblichen Ableser in ihre Wohnung; später bemerkte sie, dass Schmuck fehlte. Die Ermittlungen dauern an.
Die Polizei betont, dass reguläre Mitarbeiter von Versorgungsunternehmen in der Regel Termine ankündigen, sich ausweisen und Unterlagen mitführen. Wer Zweifel hat, solle die Zentrale seines Energieversorgers über eine bekannte Rufnummer kontaktieren oder die Polizei verständigen. Personen ohne klaren Identitätsnachweis sollten grundsätzlich nicht in die Wohnung gelassen werden. Die Beamtinnen und Beamten bitten um Zeugenhinweise zu verdächtigen Beobachtungen, etwa auffälligen Fahrzeugen oder Begleitpersonen.
Nach Darstellung der Polizei werden bei derartigen Taten häufig Ablenkungsmanöver eingesetzt: Während eine Person ein Gespräch an der Wohnungstür führt, durchsucht eine zweite Person unbemerkt Zimmer nach Geld und Wertsachen. Neben Diebstählen sind laut Ermittlern auch betrügerische Abrechnungen oder der Missbrauch persönlicher Daten möglich. Verbraucher sollten keine Kontoauszüge, Passwörter oder Bankdaten herausgeben. Im Zweifel rät die Polizei, Nachbarn oder Angehörige hinzuzuziehen und die Übergabe von Dokumenten an der Wohnungstür zu verweigern.
Betroffene können Diebstähle und Betrugsversuche bei der örtlichen Dienststelle anzeigen. Hinweise lassen sich zusätzlich über die Onlinewache des Landes übermitteln. Eine frühzeitige Meldung erhöhe die Chancen auf Spurensicherung und könne weitere Taten verhindern, so die Ermittler. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft übernehmen die weiteren Schritte, sobald belastbare Tathergänge, Personenbeschreibungen oder technische Spuren vorliegen.
Die Polizei Mecklenburg-Vorpommern stuft den Sachverhalt als laufende Ermittlungsangelegenheit ein. Konkrete Festnahmen oder Täterbeschreibungen lagen am 21. Oktober 2026 nicht vor. Hinweise zu Datum, Uhrzeit und genauer Örtlichkeit der Beobachtungen sollen der Polizei gemeldet werden. Die Behörde kündigte an, je nach Erkenntnislage weitere Präventionshinweise für Bewohnerinnen und Bewohner im Landkreis Ludwigslust-Parchim zu veröffentlichen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).