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Strasburg verschiebt Kulturhaus-Eröffnung auf Mitte 2027

Strasburg (Uckermark) rechnet nach Bauverzögerungen und einem Versicherungsstreit erst Mitte 2027 mit der Eröffnung des neuen Kulturhauses. Die Stadt nimmt zur Zwischenfinanzierung Kredite auf.

Der Wiederaufbau des 2022 abgebrannten Kulturhauses in Strasburg (Uckermark) verzögert sich weiter: Die Stadt rechnet nun mit einer Eröffnung Mitte 2027 statt Ende 2026. Das teilte Bürgermeister Klemens Kowalski am 21. Oktober 2026 dem NDR mit. Begründet wird die Verschiebung mit Störungen im Bauablauf und offenen Finanzierungsfragen.

Im Zentrum steht ein Streit mit der Versicherung über die Schadenregulierung. Nach Angaben der Stadt fiel die Auszahlung geringer aus als gefordert; die Differenz von rund 400.000 Euro ist Gegenstand eines Verfahrens vor dem Oberlandesgericht Rostock. Bis zur Entscheidung will die Kommune laufende Rechnungen über Kredite bedienen. Kowalski spricht von einer Belastung kommender Haushalte, betont aber, die Arbeiten möglichst ohne Unterbrechung fortsetzen zu wollen.

Die Gesamtkosten des Neubaus veranschlagt die Stadt nach bisheriger Planung mit etwa sechs Millionen Euro. Neben Eigenmitteln sind Fördermittel von Land und Bund vorgesehen. Konkrete Anpassungen der Förderzusagen liegen derzeit nicht öffentlich vor. Auch zu möglichen Auswirkungen auf andere Projekte im Landkreis Vorpommern-Greifswald äußerte sich die Stadt zurückhaltend; Entscheidungen hingen vom Rechtsstreit und vom Fortgang der Vergaben ab.

Ausschreibungen zeigen, dass mehrere Gewerke noch im Verfahren oder in Umsetzung sind. Für den Innenausbau wurden Trockenbau– und Parkettarbeiten ausgeschrieben, zudem Leistungen für die Außenanlagen. Die Fristen reichen in Einzelfällen bis in das Jahr 2027. Das unterstreicht, dass der Bauablauf gestaffelt ist und wesentliche Lose noch abzuarbeiten sind.

Hintergrund ist der Großbrand an den Osterfeiertagen 2022, bei dem das damalige Kulturhaus vollständig zerstört wurde. Die Polizei ging von vorsätzlicher Brandstiftung aus; eine abschließende Aufklärung wurde bislang nicht bekanntgegeben. Der Neubau gilt in Strasburg (Uckermark) als kommunales Schwerpunktprojekt für Kultur, Vereine und Veranstaltungen.

Mit der erneuten Terminverschiebung verlängert sich die Zeit ohne zentralen Kulturort in der Stadt. Finanzpolitisch erhöht die Zwischenfinanzierung über Kredite das Risiko begrenzter Spielräume in den kommenden Jahren. Zugleich bleibt die Planung grundsätzlich intakt: Die Bauarbeiten laufen weiter, und die ausstehenden Vergaben für Innenausbau und Außenanlagen lassen einen gestuften Fortschritt erwarten. Ob die angestrebte Eröffnung Mitte 2027 zu halten ist, hängt maßgeblich vom Ausgang des Verfahrens vor dem Oberlandesgericht Rostock und vom weiteren Bauablauf ab.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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