Beim Vortrag des Bayerischen Agrarberichts für die Jahre 2024/2025 am 21. Oktober 2026 nannte das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus erstmals eine Zahl unter 100.000 landwirtschaftlichen Betrieben in Bayern: 98.138 Betriebe werden für den Berichtszeitraum angegeben. Diese Angabe wurde in der Berichterstattung des Bayerischen Rundfunks zusammengefasst und lässt sich an den veröffentlichten Tabellen und Schaubildern des Agrarberichts überprüfen. ([br.de](https://www.br.de/nachrichten/bayern/erstmals-unter-100-000-landwirtschaftliche-betriebe-in-bayern%2CVYgPQ4j?utm_source=openai))
Der Rückgang sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum erheblich: Im Berichtszeitraum 2024/2025 hätten rund 2.600 Höfe ihren Betrieb aufgegeben, teilte das Ministerium mit. Als gewichtige Ursachen nennt der Bericht langfristige Strukturveränderungen, die Aufgabe kleinerer Nebenerwerbsbetriebe sowie wirtschaftliche Belastungen in der Nutztierhaltung. Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) hebt in ergänzenden Analysen hervor, dass besonders Betriebe mit geringerer Betriebsfläche und Einkommensbasis vom Strukturrückgang betroffen sind. ([stmelf.bayern.de](https://www.stmelf.bayern.de/agrarbericht-2026/anhang/tabellenanhang-agrarbericht-2026?utm_source=openai))
Amtliche Statistiken des Bayerischen Landesamts für Statistik und der Landwirtschaftsverwaltung belegen, dass die durchschnittliche Betriebsgröße über die vergangenen Jahre gewachsen ist und die Zahl der Kleinbetriebe abnimmt. Die Umstellung auf neue Erhebungsmethoden (Verwendung von InVeKoS-Verwaltungsdaten ab 2025/2026) wird im Agrarbericht ausdrücklich thematisiert; dadurch sind direkte Vergleiche mit älteren Zeitreihen nur eingeschränkt möglich, die Abwärtstendenz bleibt aber auch unter Berücksichtigung methodischer Änderungen erkennbar. ([statistik.bayern.de](https://www.statistik.bayern.de/statistik/wirtschaft_handel/landwirtschaft/?utm_source=openai))
Für Politik und Regionen hat der Rückgang konkrete Konsequenzen: Weniger Betriebe bedeuten geringere flächendeckende Bewirtschaftung in teils strukturschwächeren Landkreisen, veränderte Arbeitsmärkte im ländlichen Raum und Herausforderungen für Landschaftspflege, Artenvielfalt sowie regionale Versorgungsketten. Das Ministerium nennt Förderinstrumente und Anpassungsprogramme, verweist aber zugleich auf begrenzte Wirkungsmöglichkeiten gegenüber marktwirtschaftlichen und demografischen Kräften. Aussagen zu Folgekosten, langfristigen Produktionstrends oder konkreten Arbeitsplatzverlusten bleiben im Bericht mit Verweis auf notwendige Folgeuntersuchungen zurückhaltend.
Tatsachen sind hier nach amtlichen Veröffentlichungen und der Berichterstattung vom 21. Oktober 2026 wiedergegeben; Zahlenangaben entstammen dem Agrarbericht 2024/2025 und den zugehörigen Tabellen und Schaubildern des Staatsministeriums sowie ergänzenden Erläuterungen der LfL. Prognosen und politische Bewertungen wurden separat als solche gekennzeichnet.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).