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Verdi ruft im Einzelhandel in Berlin und Brandenburg zu zweitägigem Streik auf

Beschäftigte im Einzelhandel in Berlin und Brandenburg legen am 1. und 2. Oktober die Arbeit nieder. Verdi will vor der nächsten Verhandlungsrunde mehr Druck für höhere Einstiegs- und Tabellenlöhne machen.

Die Gewerkschaft ver.di hat Beschäftigte im Einzelhandel in Berlin und Brandenburg für heute, Donnerstag, den 1. Oktober 2026, und Freitag, den 2. Oktober 2026, zu einem zweitägigen Warnstreik aufgerufen. Ziel ist es, vor der nächsten Verhandlungsrunde in der Tarifrunde 2026 zusätzlichen Druck aufzubauen. Verdi fordert einen flächendeckenden Einstiegsstundenlohn von 14,90 Euro sowie spürbare prozentuale Erhöhungen der Tabellenentgelte.

Nach Angaben der Gewerkschaft sind Filialen großer Ketten ebenso betroffen wie inhabergeführte Geschäfte. Mit Beeinträchtigungen bei Öffnungszeiten und Service sei zu rechnen; punktuelle Lieferverzögerungen in den Märkten seien möglich. Verdi kündigte an, die Arbeitsniederlegungen mit Kundgebungen zu begleiten.

Als Sprecherin des Landesfachbereichs verweist Conny Weißbach auf jüngste Tarifabschlüsse in anderen Bundesländern, die nach Gewerkschaftsangaben höhere Einstiegsentgelte und strukturelle Aufwertungen vorsehen. Dies zeige, so die Gewerkschaft, dass auch in der Hauptstadtregion eine Angleichung erreichbar sei. Der Handelsverband Berlin-Brandenburg hält dem die gestiegene Kostenlast des Handels entgegen und warnt vor zusätzlichen Belastungen für Unternehmen mit engen Margen. Beide Seiten bekräftigen, weiter verhandeln zu wollen.

Die Tarifverhandlungen für den Einzelhandel in Berlin und Brandenburg gelten als besonders konfliktträchtig, weil die Ausgangsniveaus und Laufzeiten von bundesweiten Abschlüssen teils abweichen. Laut Gewerkschaft sollen die unteren Entgeltgruppen überdurchschnittlich profitieren. Arbeitgeber verweisen hingegen auf bereits umgesetzte Kostensteigerungen, höhere Personalaufwände und die Nachfrageschwäche in einzelnen Sortimenten. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Anfang Oktober angesetzt.

Die unmittelbaren Folgen des Warnstreiks dürften regional unterschiedlich ausfallen. In zentralen Einkaufszonen kann es zu temporären Schließungen kommen; in peripheren Lagen ist mit eingeschränkten Services zu rechnen. Systemrelevante Grundversorgungseinrichtungen sind nicht Gegenstand der Arbeitsniederlegungen im Einzelhandel.

Tatsachen zum Aufruf, zu den geforderten Entgelterhöhungen und zum Verhandlungsstand beruhen auf Mitteilungen von ver.di und Stellungnahmen des Handelsverbands sowie auf aktuellen Berichten regionaler Medien. Prognosen über die Dauer weiterer Arbeitskämpfe oder den Zeitpunkt eines möglichen Abschlusses werden von den Beteiligten nicht abgegeben. Ob der zweitägige Ausstand die Verhandlungen beschleunigt, ist offen; die Gesprächsparteien bekräftigen ihre Bereitschaft, zeitnah weiter zu verhandeln.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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