Wirtschaft

Verivox erwartet im Winter höhere Strom- und Gaspreise in Deutschland

Das Vergleichsportal Verivox rechnet zum Winter mit steigenden Strom- und Gaspreisen. Als Gründe nennt das Unternehmen höhere Großhandelspreise, geringere Speicherpolster, Netzentgelte und den CO2-Preis.

Das Vergleichsportal Verivox erwartet zum Winter steigende Strompreise und Gaspreise in Deutschland. Das Unternehmen begründet seine Prognose mit zuletzt höheren Großhandelspreisen für Energie, einem im Vergleich zu Vorjahren geringeren Puffer bei den Gasspeichern sowie gestiegenen Netzentgelten und Kosten aus dem CO2-Preis. Diese Faktoren wirkten zeitversetzt in die Endkundentarife hinein und könnten Haushalte in den kommenden Monaten spürbar belasten.

Nach Darstellung von Verivox treiben teurere Gasbeschaffungskosten auch die Strompreise, weil in Zeiten hoher Nachfrage vermehrt fossile Kraftwerke zum Einsatz kommen. Die Preisentwicklung werde zudem nicht überall gleich ausfallen. Je nach Tarifmodell, Laufzeit und Region könnten Haushalte unterschiedlich stark betroffen sein. In der Grundversorgung schlügen Kostenänderungen häufig erst mit Verzögerung durch, während Neukundentarife auf aktuelle Großhandelspreise schneller reagieren.

Als weitere preisrelevante Posten verweist Verivox auf steigende Netzentgelte, die von den Netzbetreibern erhoben werden, sowie auf den CO2-Preis im nationalen Emissionshandel. Beide Größen erhöhen die Gesamtkosten der Versorgung und setzen die Versorger unter Druck, Teile davon an die Haushalte weiterzugeben. Daneben bleibe der Blick auf die Gasspeicher zentral: Ein niedrigerer Füllstand mindert die Sicherheitsreserven für Kälteperioden und erhöht die Anfälligkeit der Märkte für Preissprünge.

Unabhängige Einordnungen heben zusätzlich geopolitische Risiken und saisonale Nachfrageeffekte hervor. Wie stark die Belastung ausfällt, hängt Verivox zufolge maßgeblich vom weiteren Verlauf der Großhandelspreise, dem Witterungsverlauf und der Entwicklung der Gasspeicher ab. Prognosen bleiben damit unsicher und können sich bei Entspannung an den Märkten auch wieder abschwächen.

Verivox rät Verbraucherinnen und Verbrauchern, ihre Vertragsbedingungen zu prüfen und Tarife zu vergleichen. Wechseloptionen, Preisgarantien und verbrauchsnahe Modelle könnten je nach Situation Entlastung bringen. Zugleich betont das Unternehmen die Bedeutung transparenter Preisbestandteile, damit Haushalte die Wirkung von Großhandelspreisen, Netzentgelten und CO2-Preis nachvollziehen können.

Politisch richtet die erwartete Preisentwicklung den Blick auf mögliche Entlastungen und die Ausgestaltung regulierter Kostenbestandteile. Anpassungen an den Netzentgelten oder gezielte Maßnahmen zur Dämpfung der Belastung benötigen Vorlauf und ersetzen nicht die Marktbewegungen. Für energieintensive Branchen wie für private Haushalte bleibt die Preisentwicklung daher ein zentrales Risiko in diesem Winter.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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