Am 6. November 2026 berichten Jugendliche und junge Erwachsene in Sachsen eindrücklich über anhaltende Einsamkeit: Im MDR-Spezial „Meine ganze Jugend war ich einsam“ schildern 16- bis 29-Jährige, wie sie sich in Schule, Berufsschule oder Freizeit immer wieder ausgegrenzt und innerlich allein fühlen. Das von MDR veröffentlichte MDRfragt-Stimmungsbild, aus dem die Redaktionsbeiträge und O-Töne stammen, weist für diese Altersgruppe einen Anteil von 49 Prozent aus, die angeben, „immer“ oder „oft“ einsam zu sein. ([mdr.de](https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/einsamkeit-alleinsein-soziale-medien%2Ceinsame-schueler-100.html?utm_source=openai))
Die Betroffenen nennen mehrere miteinander verknüpfte Ursachen: Die Pandemie habe Kontakte und die Ausbildung sozialer Fähigkeiten beeinträchtigt, digitale Kommunikation verschiebe Begegnungen in Chats statt zu persönlichen Treffen, und soziale Medien verstärkten Vergleichs- und Ausschlussgefühle. Schulsozialarbeiterinnen und Betreuer berichten von Jugendlichen, die Schwierigkeiten beim direkten Gespräch und beim Anknüpfen neuer Kontakte haben. Diese Beobachtungen korrespondieren mit längerfristigen Umfragebefunden, nach denen junge Erwachsene überdurchschnittlich häufig von sozialer Isolation betroffen sind. Studien und Erhebungen großer Institute zeigen seit den Jahren nach 2020, dass Einsamkeit unter 16- bis 29-Jährigen vergleichsweise hoch liegt. ([parship.de](https://www.parship.de/studien/gen-z-jeder-dritte-sozial-isoliert/?utm_source=openai))
Im Beitrag schildern junge Menschen konkrete Alltagssituationen: Gefühlsmäßige Abkapselung in vollen Klassenräumen, Wochenenden ohne gemeinsame Unternehmungen, Rückzug an das Smartphone. Fachkräfte vor Ort betonen, dass das Erkennen von Einsamkeit oft der erste Schritt sei; viele Jugendliche wüssten nicht, an wen sie sich vertrauensvoll wenden könnten. Als niedrigschwellige Hilfsangebote werden neben schulischen Anlaufstellen auch anonyme Online-Beratung und Chat-Angebote genannt. Das Deutsche Rote Kreuz verweist auf seinen RealTalk-Chat als Beispiel für ein Angebot, das von Ehrenamtlichen getragen wird und niederschwellige Erstkontakte ermöglicht. ([mdr.de](https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/einsamkeit-alleinsein-soziale-medien%2Ceinsame-schueler-100.html?utm_source=openai))
Politische und pädagogische Konsequenzen bleiben umstritten: Expertinnen fordern mehr Schulsozialarbeit und den Ausbau lokaler Freizeit- und Begegnungsräume, gleichzeitig weisen Forscher auf die Notwendigkeit zielgruppengerechter Prävention und die Stärkung psychischer Gesundheit hin. Die MDR-Berichterstattung vom 6. November 2026 dokumentiert persönliche Erfahrungen und lokale Hilfsangebote, benennt aber auch strukturelle Fragen nach Ressourcenausstattung von Schulen und Jugendeinrichtungen. Aussagen der Betroffenen und der Fachkräfte sind in der Sendung und im Online-Beitrag von MDR nachzuvollziehen; statistische Einordnung liefern ergänzende Umfragen von MDRfragt und unabhängigen Instituten. ([mdr.de](https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/einsamkeit-alleinsein-soziale-medien%2Ceinsame-schueler-100.html?utm_source=openai))
Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).