Baden-Württemberg

Volkswagen-Chef Blume stellt Audi-Belegschaft in Neckarsulm Sparziele vor

Oliver Blume hat am 8. Oktober 2026 in einer Betriebsversammlung im Audi-Werk in Neckarsulm über zusätzliche Kostensenkungen und laufende Prüfungen zur Auslastung informiert – ohne konkrete Zusagen zur künftigen Produktplanung.

Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns, hat am 8. Oktober 2026 die Belegschaft des Audi-Werks in Neckarsulm über den Stand der Sparprogramme und Prüfprozesse im Konzern informiert. Nach übereinstimmenden Berichten aus Unternehmenskreisen und regionalen Medien stellte Blume zusätzliche Kostensenkungen in Aussicht, vermied jedoch feste Zusagen zur langfristigen Produktplanung für den Standort.

Hintergrund der Betriebsversammlung sind anhaltende Diskussionen über Auslastung, Folgeprojekte und Beschäftigungssicherheit. Der Betriebsrat und die IG Metall verlangen seit Monaten verbindliche Perspektiven für die Zeit nach den laufenden Baureihen. Dabei kursieren Berichte über mögliche Entscheidungshorizonte bis Mitte 2027 sowie Spekulationen über Szenarien für die Zeit nach 2030. Das Unternehmen bestätigte in Neckarsulm keine Schließungspläne und verwies auf laufende Analysen. Zugleich hält der Konzern an übergreifenden Effizienzprogrammen fest.

Das Audi-Werk in Neckarsulm ist ein wichtiger Standort in Baden-Württemberg. Derzeit werden dort Modelle der Oberklasse sowie der e-tron GT gefertigt. Mit Blick auf die Transformation hin zu elektrischen Antrieben und softwaregetriebene Fahrzeugarchitekturen prüft das Unternehmen nach eigenen Angaben die künftige Rolle der einzelnen Werke im Verbund. In diesem Kontext werden Anpassungen bei Schichtmodellen, Investitionsprioritäten und personellen Strukturen diskutiert. Konkrete Investitionszusagen oder genaue Termine für neue Linien nannte die Konzernführung bei der Versammlung nicht.

Der Betriebsrat betonte, Planungssicherheit sei für Beschäftigte und Zulieferer entscheidend. Die IG Metall fordert, dass künftige Fahrzeugprojekte rechtzeitig zugewiesen und mit Qualifizierungsprogrammen hinterlegt werden. Der Aufsichtsrat beobachtet die Lage, Landespolitiker signalisierten Gesprächsbereitschaft. In den vergangenen Wochen hatte es in Neckarsulm wiederholt Kundgebungen gegeben, auch im Austausch mit der Werkleitung in Ingolstadt wurden Sorgen um Auslastung und Beschäftigung artikuliert.

Für die kommenden Monate zeichnet sich ein enger Abstimmungsprozess zwischen Unternehmensleitung, Betriebsrat und IG Metall ab. Klar ist: Solange keine verbindlichen Beschlüsse des Aufsichtsrats zu Produkt- und Investitionsentscheidungen vorliegen, bleibt die Lage in Neckarsulm angespannt. Der Konzern koppelt die Diskussion an seine übergreifenden Rendite- und Kostenziele; Belegschaftsvertreter dringen auf kurzfristige Klarstellungen zu Projekten und Timings. Damit dürfte die Zukunft des Standorts ein zentrales Thema in den internen Gremien und in der baden-württembergischen Landespolitik bleiben.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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