Bundesaußenminister Johann Wadephul hat die Slowakei am 29. September 2026 in Bratislava zu größerer Solidarität mit der Ukraine aufgefordert. Bei dem Treffen mit dem slowakischen Außenminister Juraj Blanár bezeichnete Wadephul eine umfassende Unterstützung der Ukraine als Verpflichtung Deutschlands und nannte als einen zentralen Baustein die schrittweise Abkoppelung von russischen Energielieferungen. Die Forderung wurde in einer gemeinsamen Gesprächsterminserie formuliert; das Auswärtige Amt wies in seiner Presseinformation ausdrücklich auf die geplanten Begegnungen in Bratislava hin. ([deutschlandfunk.de](https://www.deutschlandfunk.de/wadephul-fordert-von-slowakei-mehr-solidaritaet-mit-ukraine-102.html?utm_source=openai))
Tatsächlich bestand der Anlass der Begegnung nach Angaben des Auswärtigen Amts in einer Fortsetzung bilateraler Beratungen, die unter anderem die Unterstützung der Ukraine und das Verhältnis zur Russischen Föderation behandelten. Wadephul betonte, der Druck auf Moskau müsse erhöht werden, weil Russland derzeit keine Bereitschaft zu Friedensverhandlungen zeige, während die Ukraine ihre Bereitschaft wiederholt erklärt habe. Zugleich erklärten beide Seiten nach Medienberichten ihre „umfassende Unterstützung für die Ukraine“; konkrete Zusagen zu weiteren Lieferungen oder Sanktionen wurden in den öffentlich verfügbaren Erklärungen nicht genannt. ([n-tv.de](https://www.n-tv.de/politik/14-27-Wadephul-kritisiert-Verhalten-der-Slowakei-im-Umgang-mit-der-Ukraine-id30859357.html?utm_source=openai))
Hintergrund ist die andauernde Debatte in der Europäischen Union und im Bündnis über die Energielieferbeziehungen zu Russland und die richtige Balance zwischen kurzfristiger Versorgungssicherheit und langfristiger strategischer Unabhängigkeit. Deutschland hat in den vergangenen Monaten verstärkt auf Diversifizierung, verstärkte Speicherung und den Ausbau erneuerbarer Energien gesetzt; die Bundesregierung und das Auswärtige Amt argumentieren, dass gemeinsame Maßnahmen der EU-Partner die Wirkung von Sanktionen erhöhen und die Belastungen einzelner Staaten abmildern. Konkrete Zeitpläne für eine vollständige Abkoppelung von russischen Energielieferungen nennt auch die Bundesregierung bislang nicht verbindlich. ([auswaertiges-amt.de](https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/regierungspressekonferenz-2804112?utm_source=openai))
Folgen und Interessen sind vielschichtig: Für die Slowakei, die über Verknüpfungen im Energiesektor zu Russland verfügt, würde eine rasche Abkopplung wirtschaftliche und politische Belastungen mit sich bringen. Für Deutschland steht neben Solidarität mit der Ukraine auch das Ziel im Vordergrund, europäische Handlungsfähigkeit gegenüber Russland zu stärken. Aussagen der beteiligten Minister wurden in den zitierten Presseberichten und der Mitteilung des Auswärtigen Amts dokumentiert; unbestätigte oder weitergehende Zahlenspekulationen werden hier nicht übernommen. ([deutschlandfunk.de](https://www.deutschlandfunk.de/wadephul-fordert-von-slowakei-mehr-solidaritaet-mit-ukraine-102.html?utm_source=openai))
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).