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Waffenrechtsprüfung läuft: Jäger und Sportschützen warnen vor Einschränkungen

Im laufenden Evaluierungsverfahren zum deutschen Waffenrecht warnen Jagd- und Schützenverbände vor zusätzlichen Auflagen, während Innenressorts den Sicherheitsauftrag betonen.

Das Bundesministerium des Innern wertet derzeit Rückmeldungen zur Evaluierung des deutschen Waffenrechts aus. Aus Verbänden, Ländern und Behörden liegen Stellungnahmen vor, die auf Umsetzungsprobleme, Kontrolllücken und unterschiedliche Praxisstandards hinweisen. Jagd- und Schützenverbände sehen den rechtmäßigen Gebrauch von Waffen in Vereinen und Revieren durch zusätzliche Auflagen gefährdet und haben ihre Bedenken erneut vorgetragen.

Vertreter von Jägern und Sportschützen dringen darauf, rechtstreue Besitzer nicht mit neuen Pflichten zu überziehen. In Fachpapieren und Gesprächen werden mögliche Verschärfungen genannt: Obergrenzen für Langwaffenbestände, ausgeweitete Aufbewahrungspflichten, häufigere Melde- und Registrierungspflichten sowie Eignungs- oder Zuverlässigkeitsprüfungen vor Erteilung und Verlängerung von Erlaubnissen. Verbandsvertreter warnen, solche Maßnahmen könnten Vereinsstrukturen und Trainingsbetrieb belasten und in der jagdlichen Praxis zu unverhältnismäßigem Aufwand führen.

Innenministerien des Bundes und der Länder verweisen demgegenüber auf den Sicherheitsauftrag. Die Evaluation solle faktenbasiert klären, wo Regelungslücken bestehen, wo Vollzug hakt und welche Maßnahmen wirksam gegen den illegalen Waffenbesitz sind. Mehrere Länder, darunter Bayern und Berlin, treiben eigene Debatten zu Teilaspekten voran. Zugleich gilt es, nationale Vorgaben mit europäischen Entwicklungen zu verzahnen: Die EU-Feuerwaffenrichtlinie und flankierende Vorschriften setzen Rahmenbedingungen, die in der Praxis eine einheitliche Registrierung, bessere Nachverfolgbarkeit und strengere Handelskontrollen fördern sollen.

Rechtlich maßgeblich bleibt das Waffengesetz in seiner aktuellen Fassung. Fachleute betonen, jede Änderung müsse technisch und administrativ umsetzbar sein: Register, Meldewege und Prüfverfahren müssten verlässlich funktionieren, ohne Verwaltungen und Betroffene zu überlasten. Entscheidend sei der Fokus auf Risiken aus illegalen Märkten, während der legale, kontrollierte Umgang mit Jagd- und Sportwaffen rechtssicher möglich bleiben müsse.

Konkrete Gesetzesänderungen liegen derzeit nicht vor. Die Evaluierung dient als Grundlage für mögliche weitere Schritte des Gesetzgebers. Bis zu einem etwaigen Entwurf ist mit kontroversen Diskussionen zu Umfang, Fristen, Kontrollrechten und Ausnahmen zu rechnen. Verbände kündigen an, den Dialog mit dem Bundesministerium des Innern und den Ländern fortzusetzen. Die Innenressorts signalisieren, eingehende Hinweise aus Praxis und Wissenschaft in den weiteren Arbeitsstand einzuarbeiten, bevor politische Entscheidungen fallen.

Stand: 4. November 2026.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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