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Wasserlinsen verbessern Schwanenteich in Stendal – Bürgerprojekt meldet klare Wasserwerte

In Stendal hat ein Bürgerprojekt den von Algen und Geruch belasteten Schwanenteich im August-Bebel-Park mit Wasserlinsen behandelt. Nach Angaben der Initiatoren und der Hansestadt Stendal zeigen Messwerte seit dem Sommer deutlich bessere Wasserqualität.

Im August-Bebel-Park in Stendal ist die Wasserqualität des Schwanenteichs nach einem dreimonatigen Einsatz von Wasserlinsen spürbar gestiegen. Das berichten MDR Sachsen-Anhalt und die Hansestadt Stendal. Das von der Stadt als Bürgerprojekt mit 2.000 Euro geförderte Vorhaben zielte darauf, Nährstoffe aus dem belasteten Kleingewässer zu entziehen und so Algenblüten und Geruchsprobleme zu verringern.

Nach Angaben der Initiatoren wurden die Wasserlinsen kontrolliert eingebracht, das Wachstum engmaschig beobachtet und regelmäßig Wasserproben genommen. Die gemessenen Parameter – darunter Sichttiefe und ausgewählte chemische Werte – hätten sich seit dem Hochsommer deutlich verbessert. Teilweise bewegten sich die Resultate nach Darstellung der Beteiligten im Bereich von Grenzwerten, die für Trinkwasser maßgeblich sind. Ein amtlicher Nachweis von Trinkwasserqualität liegt jedoch nicht vor; die Stadt spricht von einem erfolgreichen Test mit Bedarf an weiterer Beobachtung.

Fachlich gilt: Dichte Teppiche aus Wasserlinsen entziehen dem Wasser gelöste Nährstoffe, können aber bei unkontrolliertem Wuchs den Gasaustausch an der Oberfläche behindern und in tieferen Schichten zu Sauerstoffmangel führen. Die Stendaler Initiative hat deshalb parallel zur Messreihe die Ernte der Pflanzen organisiert. Ein Teil der Biomasse wurde nach Projektangaben abgefischt und zur Weiterverwertung bereitgestellt. Ziel ist es, die aufgenommene Nährstofffracht dauerhaft aus dem System zu entfernen und ein Wiederaufblühen von Algen zu vermeiden.

Die Hansestadt Stendal verweist auf wiederkehrende Belastungen von Kleingewässern durch Hitzeperioden und Nährstoffeinträge aus dem Umfeld. Der Schwanenteich im August-Bebel-Park war in den vergangenen Jahren im Sommer wiederholt von Algenwuchs und Sauerstoffschwankungen betroffen. Mit dem nun getesteten, kostengünstigen Verfahren will die Stadt Erfahrungen sammeln, ob und unter welchen Randbedingungen Wasserlinsen als temporäre Maßnahme für ähnliche Gewässer in Sachsen-Anhalt taugen.

Laut MDR Sachsen-Anhalt ist das Zwischenfazit positiv: Sichttiefe und Geruchslage hätten sich verbessert, tote Fische seien während der Projektphase nicht gemeldet worden. Zugleich bleibt die Fortführung des Monitorings zentral. Entscheidend sei ein belastbares Ernte- und Pflegekonzept, um den ökologischen Nutzen der Wasserlinsen zu sichern und Nebenwirkungen zu begrenzen. Weitere Entscheidungen über eine Verstetigung als kommunales Vorgehen sollen nach Auswertung der Messreihen fallen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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