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Welternährungstag: Verbände drängen Bundesregierung zu mehr Einsatz gegen Hunger

Zum Welternährungstag am 16. Oktober fordern deutsche Entwicklungs- und Umweltverbände von der Bundesregierung zusätzliche Anstrengungen in der humanitären Hilfe, der Krisenprävention und der Außenpolitik.

Zum Welternährungstag am 16. Oktober haben deutsche Entwicklungs- und Umweltverbände die Bundesregierung zu spürbar mehr Engagement im Kampf gegen den weltweiten Hunger aufgefordert. Der Dachverband VENRO und weitere Organisationen verlangten in einer gemeinsamen Erklärung zusätzliche Mittel für humanitäre Hilfe, eine Stärkung von Frühwarn- und Antizipationsmechanismen sowie eine engere politische Abstimmung mit europäischen Partnern gegenüber Konflikt- und Krisenregionen.

Die Verbände verweisen auf aktuelle Analysen internationaler Einrichtungen, wonach sich die Versorgungslage in mehreren Ländern erneut verschlechtert hat. Genannt wird unter anderem die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, die seit Jahren eine erhöhte Ernährungsunsicherheit meldet. Auch die Welthungerhilfe hat bei der Vorstellung des Global Hunger Index 2026 in Berlin auf anhaltend hohe Bedarfe in Teilen Afrikas und des Nahen Ostens hingewiesen. Als dringlich gilt aus Sicht der Verbände eine Kombination kurzfristiger Nothilfe mit mittelfristigen Investitionen in widerstandsfähige lokale Ernährungssysteme, etwa in klimaangepasste Landwirtschaft, Lagerung und Transport.

Konkret fordern die Organisationen, bestehende Einschnitte der humanitären Hilfe rückgängig zu machen, Budgetlinien für Krisenprävention planbar zu erhöhen und Antizipationszahlungen bei absehbaren Extremereignissen schneller auszulösen. Zudem solle die Bundesregierung Lieferkettenrisiken, Klimafolgen und sicherheitspolitische Konflikte stärker verzahnt adressieren, weil diese Faktoren nachweislich die Ernährungsunsicherheit verschärfen.

Die Bundesregierung verweist auf laufendes Engagement. Deutschland zählt nach eigenen Angaben zu den größten Gebern humanitärer Hilfe und unterstützt weltweit Programme zur Ernährungssicherung. Zugleich betonen Regierungsstellen die Notwendigkeit, Mittel wirksam und zielgenau einzusetzen. Neue Zusagen speziell zum Welternährungstag waren am Vormittag des 16. Oktober nicht bestätigt.

Politisch erhöht die Verbändeinitiative den Druck auf die Ressorts für Entwicklung, Außenpolitik und Landwirtschaft, ihre Koordination zu verdichten und Prioritäten in den Haushalten zu überprüfen. Sollte es bei symbolischen Bekundungen bleiben, warnen die Organisationen vor weiteren Verschärfungen in besonders betroffenen Ländern und wachsenden Migrations- und Sicherheitsrisiken. Ob die Bundesregierung kurzfristig nachsteuert, dürfte sich an den anstehenden Beratungen zu humanitärer Hilfe und Krisenprävention zeigen.

Hintergrund: Der Welternährungstag erinnert seit 1979 jährlich am 16. Oktober an die Gründung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. In Deutschland begleiten Verbände, Forschungseinrichtungen und Ministerien den Tag regelmäßig mit Appellen, Veranstaltungen und Berichten.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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