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Wiesn-Safe-Space meldet mehr Hilfesuchende

Am 28. September berichten die Trägerinnen des Safe Space auf der Theresienwiese von einem Anstieg der Hilfesuchenden wegen Belästigung und Übergriffen. Polizei und Stadt München bestätigen die enge Zusammenarbeit, konkrete Ermittlungszahlen werden separat geführt.

Die Initiativen hinter der Aktion Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen haben am 28. September einen spürbaren Anstieg der Hilfesuchenden im Safe Space auf dem Oktoberfest gemeldet. Nach Angaben der Verantwortlichen suchten seit Beginn der Festtage deutlich mehr Betroffene von Belästigung, körperlichen Übergriffen oder mutmaßlichen K.-o.-Tropfen Unterstützung als in vergleichbaren Zeiträumen früherer Jahre.

Der Safe Space ist im Servicezentrum nahe der Bavaria auf der Theresienwiese untergebracht. Betrieben wird die Anlaufstelle von AMYNA e.V., IMMA e.V. und dem Frauennotruf München. Das Team bietet akute Unterstützung, vertrauliche Beratung, Schutzräume und praktische Hilfe wie Begleitung zur Wiesnwache, Rücktransportorganisation oder medizinische Kontaktaufnahme. Die Trägerinnen betonen, dass die Dokumentation ihrer Fälle unabhängig von polizeilichen Anzeigen erfolgt.

Die Polizei München führt Ermittlungen und Strafanzeigen gesondert. Eine direkte Gleichsetzung zwischen Beratungsfällen im Safe Space und polizeilichen Delikten ist nach Behördenangaben nicht möglich, weil viele Betroffene zunächst anonym bleiben oder erst später Anzeige erstatten. Die enge Zusammenarbeit zwischen Safe Space, Wiesnwache und Sicherheitsdiensten der Stadt München ist nach übereinstimmenden Darstellungen etabliert und soll schnelle Wege für Schutz und Beweissicherung sichern.

Als mögliche Gründe für den aktuellen Anstieg nennen die Organisatorinnen sowohl eine veränderte Wahrnehmung als auch niedrigschwellige Zugänge zum Hilfsangebot. Ob dies zugleich eine reale Zunahme von Übergriffen bedeutet, lassen die Trägerinnen offen. Sie verweisen darauf, dass eine belastbare Bewertung erst nach Abschluss der Wiesn und Auswertung aller Meldungen möglich ist.

Die Aktion Sichere Wiesn existiert seit 2003 und ist fester Bestandteil des Sicherheits- und Servicekonzepts der Stadt München für das Oktoberfest. Die Anlaufstelle ist täglich geöffnet, sichtbar ausgeschildert und über Ordner, Sanitätsdienste und Festpersonal vermittelbar. Für Betroffene gilt: In akuten Gefährdungslagen ist die Polizei München zuständig; der Safe Space ergänzt dies durch Schutz, Beratung und Begleitung.

Aus den aktuellen Meldungen leiten die Beteiligten kurzfristig einen erhöhten Personal- und Beratungsbedarf ab. Mittelfristig könnten zusätzliche Präventionsmaßnahmen, umfassendere Information für Besucherinnen und eine weiter verdichtete Koordination zwischen Stadt, Polizei und Beratungsstellen folgen. Konkrete Zahlen zu Anzeigen, Tatverdächtigen oder Delikten will die Polizei München turnusgemäß gesondert veröffentlichen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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