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Wildunfälle kosten Autoversicherer über eine Milliarde Euro

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft meldet für 2024 rund 276.000 versicherte Wildunfälle in Deutschland und Schäden von mehr als einer Milliarde Euro. Steigende Ersatzteilpreise und höhere Werkstattkosten treiben die Kosten.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) meldet für das Jahr 2024 rund 276.000 versicherte Wildunfälle in Deutschland. Die regulierten Schäden summierten sich laut Verband auf mehr als 1,1 Milliarden Euro und lagen damit spürbar über früheren Jahren. Haupttreiber der höheren Kosten seien gestiegene Ersatzteilpreise und höhere Werkstattkosten, die die durchschnittlichen Reparaturaufwendungen je Schaden deutlich anheben.

Nach Einschätzung des GDV blieb die Zahl der gemeldeten Wildunfälle weitgehend stabil, während die Kosten pro Fall aufgrund komplexerer Fahrzeugtechnik und teurerer Karosseriereparaturen gestiegen sind. Das belastet das versicherungstechnische Ergebnis in der Sparte Kfz-Versicherung. Konkrete Beitragsentwicklungen hängen allerdings von Gesellschaft, Tarif und regionalem Risiko ab; pauschale Aussagen zu Beitragserhöhungen lassen sich daraus nicht ableiten, betont die Branche.

Mit Blick auf die Saison der Dämmerungsfahrten erinnert der Verband zugleich an Prävention. Der ADAC rät, in bekannten Wildwechselgebieten und bei eingeschränkter Sicht besonders vorausschauend zu fahren. Kommt es zu einer Kollision, gilt: Unfallstelle sichern, Warnblinkanlage einschalten, gegebenenfalls Polizei oder Jagdbehörde informieren und keine eigenständige Nachsuche. Für die Regulierung ist häufig eine Wildunfallbescheinigung entscheidend, insbesondere bei Teilkasko. Ohne entsprechenden Kaskoschutz tragen Betroffene die Reparaturkosten selbst.

Kurzfristig sieht der GDV die weitere Preisentwicklung bei Ersatzteilpreisen und Werkstattkosten als maßgeblich für die Belastung der Versicherer. Mittelfristig wirken Faktoren wie Wildbestände, Verkehrsdichte und Landschaftsstrukturen auf die Häufigkeit von Wildunfällen. Diskutiert werden unter anderem lokale Präventionskampagnen, eine angepasste Verkehrsführung an neuralgischen Punkten sowie jagdliche Managementinstrumente. Deren Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit variieren regional und bleiben Gegenstand fachlicher und politischer Abwägungen.

Die aktuellen Zahlen unterstreichen damit einen länger beobachteten Trend: Nicht die Häufigkeit, sondern vor allem die teurer gewordenen Reparaturen treiben die Gesamtschäden nach oben. Für Versicherte empfiehlt sich, den eigenen Deckungsumfang in der Kfz-Versicherung zu prüfen und die Verhaltensregeln nach einem Wildunfall zu kennen. Für die Unternehmen bleibt Kostenkontrolle entlang der Liefer- und Servicekette zentral, um Spielräume für stabile Prämien zu erhalten.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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