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Windbranche warnt: Reform des Erneuerbare‑Energien‑Gesetzes und Netzanschlusspaket gefährden Ausbau

Vertreter von Wind- und Solarwirtschaft haben in Bundestagsanhörungen Ende September/Anfang Oktober 2026 gewarnt, die geplante Reform des Erneuerbare‑Energien‑Gesetzes und das begleitende Netzanschlusspaket könnten den Ausbau der Windenergie an Land verzögern und Arbeitsplätze gefährden.

Kurzmeldung

Vertreter der Wind- und Solarwirtschaft haben in parlamentarischen Anhörungen und Stellungnahmen Ende September und Anfang Oktober 2026 vor negativen Folgen der vorgesehenen Reform des Erneuerbare‑Energien‑Gesetzes (Erneuerbare‑Energien‑Gesetz) und des begleitenden Netzanschlusspakets gewarnt. Branchenvertreter beschrieben Vorschläge der Bundesregierung als restriktiv und sprachen von einer „strangulierenden Regulatorik“, die Investitionsbereitschaft und Finanzierbarkeit vieler Projekte beeinträchtigen könne.\n\nKernpunkte des Vorhabens, die das Bundeswirtschaftsministerium im Juli 2026 dem Bundeskabinett vorlegte, sind die stärkere Ausrichtung der Förderung an Marktmechanismen, Vorgaben zur Synchronisation von Anlagenzubau und Netzausbau sowie Begrenzungen für das finanzielle Risiko einzelner Projekte. Das Ministerium bezeichnet die Maßnahmen als notwendig, um Kosten für Verbraucher zu begrenzen und Versorgungssicherheit zu verbessern.\n\nKritiker aus der Branche bemängeln insbesondere geplante Änderungen bei Marktprämien, Befristungen von Förderinstrumenten sowie Einschränkungen für Vorranggebiete der Windenergie an Land.

In Anhörungen vor dem Ausschuss für Wirtschaft und Energie legten mehrere Verbände und Unternehmen schriftliche Stellungnahmen vor und warnten, die Maßnahmen könnten Ausschreibungen verzögern, projektbezogene Finanzierungsbedingungen verschlechtern und damit das Ziel von 115 Gigawatt installierter Leistung für Windenergie an Land bis 2030 gefährden.\n\nPolitisch steht die Reform in einem Spannungsfeld: Während die Bundesregierung und Teile der Industrie die Umsteuerung als systemische Anpassung zur Kosteneffizienz sehen, fordern Umweltverbände und Oppositionsfraktionen Korrekturen, um Ausbaugeschwindigkeit und Beschäftigung zu sichern. Der Gesetzentwurf und das Netzanschlusspaket sind nach Kabinettsbeschluss Ende Juli 2026 in die parlamentarische Beratung und die Ausschüsse überwiesen worden; weitere Anhörungen und Änderungen sind angekündigt.\n\nEntscheidend für den weiteren Verlauf wird sein, ob das parlamentarische Verfahren Anpassungen zulässt, die Planungssicherheit für Projektentwickler wiederherstellen und gleichzeitig Netzintegration sowie Kostenverantwortung für Verbraucher berücksichtigen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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