Im Wisentreservat Damerower Werder bei Jabel (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) sind am 18. Oktober sechs Wisentkälber geboren worden. Das bestätigte die Landesforst Mecklenburg-Vorpommern, die das Reservat betreibt. Der Norddeutsche Rundfunk berichtete am selben Tag über die Neugeburten.
Mit den aktuellen Geburten wächst die Herde im Freigehege auf der Halbinsel im Kölpinsee weiter an. Nach Angaben der Landesforst werden die Muttertiere und Kälber veterinärmedizinisch begleitet. In den ersten Wochen gilt zurückhaltendes Management: Die Tiere werden beobachtet, aber möglichst nicht gestört, um Stress zu vermeiden und Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen. Konkrete Angaben zu Einzeltieren, etwa Namen der Kühe oder Gewichte der Kälber, lagen zunächst nicht vor.
Das Wisentreservat Damerower Werder ist Teil des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide und gilt seit Jahrzehnten als wichtige Zuchtstation. Von hier werden immer wieder Jungtiere an andere Einrichtungen und Projekte abgegeben, um die genetische Vielfalt zu sichern oder Bestände in europäischen Schutzgebieten zu stärken. Entscheidungen über Abgaben und mögliche Auswilderungen treffen die zuständigen Fachstellen in Abstimmung mit den Behörden.
Der aktuelle Nachwuchs steht im Kontext europaweiter Bemühungen zur Wiederansiedlung des Wisents. Nachdem die Art im 20. Jahrhundert in freier Wildbahn nahezu verschwunden war, stabilisieren sich Bestände in Zoos, Gehegen und ausgewählten Wildlebensräumen wieder schrittweise. Fachleute verweisen dennoch darauf, dass fortlaufende Gesundheitsüberwachung, koordiniertes Zuchtmanagement und internationale Zusammenarbeit notwendig bleiben, um langfristig widerstandsfähige Populationen in geeigneten Habitaten zu etablieren.
Die Landesforst Mecklenburg-Vorpommern betont, dass das Management in Damerow sowohl naturschutzfachliche Ziele als auch das Tierwohl in den Mittelpunkt stellt. Für Besucherinnen und Besucher des Reservats gelten saisonale Hinweise und Wegeführungen, die den Schutz der Herde insbesondere während der sensiblen Kalbezeit unterstützen. Aussagen zu künftigen Abgaben oder Auswilderungen der jetzt geborenen Tiere lassen sich derzeit nicht treffen; sie hängen von der Entwicklung der Kälber, vom Zuchtbuchmanagement und von Auflagen der zuständigen Behörden ab.
Die Angaben beruhen auf Mitteilungen der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern und der Berichterstattung des Norddeutschen Rundfunks vom 18. Oktober. Über weitere Details zur Herdenstruktur und zum Zeitplan möglicher Transfers will das Reservat informieren, sobald belastbare Entscheidungen vorliegen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).